48 STUNDEN NEUKÖLLN – Das Kunstfestival
SCHATTEN
23. bis 25. Juni 2017

Pressekonferenz und Pressevorbesichtigung
20. Juni 2017, 12 Uhr

Zentrale Ausstellung: „Into the Light“
Ganghoferstraße 12, 5. OG, gegenüber vom Stadtbad Neukölln

Vom 23. bis 25. Juni 2017 präsentiert die 19. Ausgabe des Kunstfestivals 48 STUNDEN NEUKÖLLN
rund 1.200 Künstler*innen an über 250 Orten. Besucher*innen sind unter dem diesjährigen
Festivalthema „Schatten“ auf eine Reise zu spannenden künstlerischen Positionen des größten
freien Kunstfestivals Berlins eingeladen. Außerdem öffnen rund 60 Projekträume und Ateliers in
Nord-Neukölln ihre Türen und präsentieren ihr Programm. Führungen in deutscher, englischer
und italienischer Sprache sowie geführte Touren für Gehörlose bieten Einblicke in die lebendigen
Kieze und in Kunst- und Kulturorte Neuköllns.

Festival-Thema 2017: „Schatten“
Schatten begleiten uns nicht nur real, sondern auch metaphorisch auf Schritt und Tritt:
Redewendungen wie „Wo Licht ist, ist auch Schatten“, „Große Ereignisse werfen ihren Schatten
voraus“ oder die „Schattenseite des Lebens“ sind in unserem Sprachgebrauch allgegenwärtig.
Ereignisse können ganze Zeitalter überschatten, Menschen können zum Schattendasein
verdammt sein. Im Schatten kann jenseits der Gesellschaft Neues entstehen – Gutes wie
Schlechtes. Und auch die Politik hat ihre Schattenseiten: Populismus, Verunsicherung und
Instabilität betreffen als Phänomene die Kunst und den Alltag. Das Spannungsfeld von Licht und
Dunkelheit bietet nicht zuletzt ein breites Spektrum an rein formalen künstlerischen
Möglichkeiten.

Zentrale Ausstellungsorte
Im dezentralen Kunstfestival sind mehrere Cluster ausgebildet, die verschiedene Positionen
zusammenführen und an außergewöhnlichen Orten verdichten. Dabei führt der Parcours vom 4.
Untergeschoss eines Kellergewölbes bis zum 5. Obergeschoss über einem Parkhaus:
Während des Festivals wird in Führungen die Ausstellung „Out of the Dark“ im Kellerlabyrinth
unter der ehemaligen Kindl-Brauerei in Führungen zugänglich gemacht. Sechs Licht- und
Klanginstallationen bespielen die eindrucksvollen Gewölbe im 4. Untergeschoss. Die Arbeit
„Ghost Rider“ von Janine Eggert und Philipp Ricklefs konfrontiert die Besuchenden mit einem
Rauchring von etwa zwei Metern Durchmesser, der durch das Kellergewölbe schießt. Ulrich Vogl
präsentiert mit „Newsroom“ eine Installation aus rotierenden Schatten. Marc Klee realisiert ein
verwirrendes Labyrinth aus Laserstrahlen.

Die Ausstellung „Into the Light“ im 5. Obergeschoss des Parkhauses an der Ganghoferstraße
wird präsentiert vom Hauptsponsor des Festivals der Stadt und Land Wohnbauten mbH.
Sie vereint Arbeiten von 48 Künstler*innen, die das Festivalthema „Schatten“ aufgreifen und dekonstruieren.
Bildende Kunst, Performance und Urban Art werden hier gleichberechtigt
präsentiert. „Wo bin ich?“ fragt die Serie von Schwarzweißfotografien der Künstlerin Luciana
Salemi, in denen sich Menschen wie anonyme Schattenwesen im öffentlichen Raum verlieren.
Eine Gruppe von 14 Künstler*innen aus Kaliningrad reflektiert die Situation, in einer peripheren
Randlage zwischen Europa und Russland zu leben. Sabrina Schneid lädt dazu ein, mit Schatten
zu interagieren. Angeschlossen ist dieser Ausstellung das Urban Art Festival „WE!48“, das auf
dem Alfred-Scholz-Platz zu Interaktion und professionellem Live-Painting einlädt.

Ein neuer Ausstellungsort ist in diesem Jahr die Friedhofskapelle auf dem St. Thomas-
Friedhof im Körnerkiez. Thematisch dem Ort angepasst, geht es hier um das Schattenreich und
um Leben und Tod. Steigt man in den Eiskeller der ehemaligen Kapelle hinab, trifft man auf die
lebensgroßen Figuren „Schatten der Vergangenheit“ der Künstlerin Barbara Duisberg. Die
Performance mit Videoinstallation „Alchemy II: Verwandlung“ der Künstlerinnen Nina Ijäs und
Akin Si bezieht sich auf Fragen nach der Balance der Beziehung zwischen Individuen und
Kollektiven. Mit einer Tanzperformance durch Schatten und Licht begibt sich das
Künstler*innenkollektiv s-u-ono auf eine Suche nach unserem wahren Selbst. Die Künstlerin
Emel Geris überführt in ihrer Werkserie „Memento!“ das Vergangene in moderne Vanitas-
Symbole, um über die Fragilität der menschlichen Existenz zu reflektieren.

Musikschiff Dancing Shadows
Die „Spreeprinzessin“ befährt am Wochenende mit Live-Konzerten zum Thema „Dancing
Shadows“ den Landwehrkanal. Sechs Bands und Künstler*innen laden zu einer Soundreise
durch die aktuelle Berliner Popmusikszene ein. Am Samstag startet die dänische Band Mono
Mono mit einem entspannten Sound aus Samples, Vocals und Saxophon. Die israelische
Sängerin ENEST begeistert als Solo-Act mit einem Mix aus elektronischen und jazzigen
Popsongs. Am Sonntag lädt die deutsch-norwegische Band „Apples in Space“ zu einem Sound
mit Facetten aus Punk und Rock ein, gefolgt vom Berliner Singer/Songwriter Flonske an der
Gitarre und zwei vom BIMM (British Irish Modern Music Institute) präsentierten Konzerten der
polnischen Komponistin und Sängerin „MINt“ mit musikalischen Arrangements aus elektronischer
Musik, R & B-Grooves, Hip-Hop-Energie und jazzigen Melodien.
Die Spreeprinzessin legt am Anleger Wildenbruchplatz immer zur vollen Stunde ab. Während der
Fahrtzeit von 45 Minuten spielt jeweils ein Act. Tickets für die Schiffspassage können vor Ort ab
Samstag 13 Uhr zu einem Preis von 2,00 Euro erworben werden.
Eine Kooperation mit der Reederei Riedel, BIMM (British Irish Modern Music Institute) und noisy
Store, gefördert von der Musicboard Berlin GmbH

48 STUNDEN NEUKÖLLN ist ein Forum für künstlerische Projekte aller Sparten der Berliner
Kunstszene. Das Festival präsentiert und fördert Kunst, die einen Beitrag zur Diskussion aktueller
gesellschaftlicher Themen leistet und diese reflektiert. Seit der Gründung 1999 hat sich 48
STUNDEN NEUKÖLLN mit seinem Vorbildcharakter als Berlins größtes freies Kunstfestival etabliert.
Die hier entstandenen künstlerischen Arbeiten wirken als Impulse weit über Berlin-Neukölln
hinaus, beziehen Stellung zu gesamtgesellschaftlichen Fragen und fördern einen nachhaltigen
Austausch mit der internationalen Kunstszene.

48 STUNDEN NEUKÖLLN wurde 2017 erneut mit dem EFFE Label (Europe for Festivals, Festivals
for Europe) als eines von „Europe’s finest festivals“ ausgezeichnet.
Das gesamte Programm findet sich ab Ende Mai auf www.48-stunden-neukoelln.de.

48 STUNDEN NEUKÖLLN wird organisiert und koordiniert vom Kulturnetzwerk Neukölln e.V. (Karl-
Marx-Str. 131, 12043 Berlin, www.kulturnetzwerk.de)
Festivalleitung: Dr. Martin Steffens, Thorsten Schlenger

Unterstützt vom Bezirksamt Neukölln, [Aktion! Karl-Marx-Straße] und der Wall AG
Hauptsponsor: STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH

48 STUNDEN NEUKÖLLN ist als Teilprojekt Kulturwirtschaft im Unternehmen Neukölln / BIWAQ
eingebunden.
Weitere Stiftungen, Partner und Sponsoren tragen dazu bei, dass sich Neukölln mit seinem
Kunstfestival alljährlich von seiner besten Seite präsentieren kann.

Pressekontakt
Giannina Herion, segeband.pr, gh@segeband.de, +49 176 62231789
Denhart v. Harling, segeband.pr, dh@segeband.de, +49 179 4963497