Werdegang / Ausbildung: 
Das in Istanbul ansässige Kollektiv Guguou wurde 2017 von den Künstler*innen Güneş Terkol (Gesang, Keyboard) und Güçlü Öztekin (Gesang, Gitarre) gegründet und später durch Oğuz Erdin (akustisch/elektronisches Schlagzeug und Klangbearbeitung) und Bora Çeliker (Gitarre) ergänzt. Mit dem Fokus auf der Musik arbeiten sie seit einigen Jahren in ihrem Heimstudio zusammen und greifen dabei auf Formen, Techniken und Strategien der experimentellen Popmusik zurück. Sie verwenden elektronische Werkzeuge, um Klang und Gesang zu manipulieren, und experimentieren mit populären Formen ebenso wie mit bearbeiteten Klängen, Low Tech, Elektroakustik, Repetition und rhythmischer Musik, begleitet von einem kurzen, einfachen und eigenwilligen Gesang. Während die Texte von alltäglichen Begegnungen inspiriert sind, entstehen akribisch einstudierte Musikperformances aus kollektiven Improvisationen. Guguou ist in verschiedenen internationalen Kontexten aufgetreten, u.a. auf der Bienal de São Paulo (2017).
http://guguou.blogspot.com/
https://open.spotify.com/artist/4MlBVzcFRYqnvRJ52rYstt?autoplay=true&v=A
Wichtige Projekte / Ausstellungen: 
Das Performance-Kollektiv Guguou aus Istanbul gestaltet seine künstlerische Ausdrucksweise durch Dada, situative Ästhetik und performative Gestik und bezieht neben vielen anderen Elementen oft auch Musik mit ein. Da sie die Türkei wegen des Corona-Lockdowns nicht verlassen können, haben sie für dieses Projekt ein Musikvideo zu ihrem Stück Rabbit Jump – Bear Stop gedreht.
Rabbit Jump – Bear Stop beschreibt den menschlichen Zustand des Zögerns und des Steckenbleibens in einer Welt von Objekten. Mit diesen Objekten lassen sich zwar filigrane Strukturen konstruieren, diese können aber ihre inhärente Epiphänomenalität nicht verbergen: Sie haben keinen funktionalen Wert. In einer Welt des Schrotts kann die Frau-Mann/Bären-Häsin als eine Art Jekyll & Hyde gesehen werden: ein bedeutungsloses Funkeln, verheddert in der den Objekten inhärenten Interaktion mehrerer Zeitzonen.