Werdegang / Ausbildung: 
Melanie Nazmy-Ghandchi setzt sich in ihrer künstlerischen und philosophisch-wissenschaftlichen Arbeit mit der Vulnerabilität des Körpers im 21. Jahrhundert und politischen Emotionen auseinander. Für diese Arbeit erhielt sie unterschiedliche Stipendien (u.a. DAAD, Cusanuswerk); Förderer ihrer Projekte waren u.a. der Hauptstadtkulturfonds Berlin (2008). Sie wurde für Ausstellungsprojekte und kunst-kulturelle Veranstaltungen u.a. Pergamonmuseum/ MfIK, Martin-Gropius-Bau oder Maxim Gorki Theater engagiert. Ausstellungen (Auswahl): Galerie Murata & Friends, Berlin (2011), Künstlerhaus FRISE, Hamburg (2012), Kunstraum Kreuzberg/ Tokyo Wonder Site Residenz, Berlin (2013).
Mit dem Zuzug vieler geflüchteter Menschen Ende des Jahres 2015 unterbrach sie ihre persönliche Arbeit, um das Kunstbildungsprogramm Ubuntus als strukturbildende Antwort auf die damit einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland zu initiieren. Ziel ist, Ubuntus als vom Bund gefördertes Modellprojekt zu etablieren, das Vielfalt in Verbindung mit visueller Gegenwartskunst und Architektur fördert (siehe unten).
Melanie Nazmy-Ghandchis künstlerischer Schwerpunkt:
- Kunst & Ausstellung/ Objektkunst, (Raum-)Installationen und Performance sowie Entwicklung von Ausstellungskonzepten
- Interdisziplinäre Projekte
Wichtige Projekte / Ausstellungen: 
Das Kunstbildungsprogramm Ubuntus stellt in seinen Fokus die Hauptzielgruppe: Mensch. Das inklusive Kunstbildungsprogramm ist für Kinder und Jugendliche. Und für Erwachsene. Ubuntus macht nicht-geflüchtete Kinder und Jugendliche sowie Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung, die in Gemeinschafts- und Notunterkünften leben, zu Partner*innen.

In gleichberechtigten Bildungspatenschaften treten sie in Projekten (Module) zu visueller Gegenwartskunst und Architektur miteinander in Kontakt und lernen etwas über sich selbst und die Gesellschaft, in der sie leben.

Ubuntus geht dabei weit über die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hinaus: Altersübergreifend schafft das Programm Räume der Begegnung und ermutigt Kinder, Jugendliche und ihre Familien sowie Freund*innen und Nachbarschaften, ein offenes Miteinander zu schaffen und zu pflegen. In diesem Miteinander erfahren alle Beteiligten, was Vielfalt bedeutet – sie lernen aus den Herausforderungen und erschaffen gleichzeitig etwas Neues.

Das Programm besteht aus miteinander verbundenen Projektmodulen, die kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Auszeichnungen / Preise: 
Ubuntus wurde 2018/19 staatlich gefördert, u.a. durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!" gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit 2018/Nationales Präventionsprogramm NPP, die SenStadtUm/Programm Zukunftsinitiative Stadtteil II, Teilprogramm „Soziale Stadt"/Aktionsfonds, ESF/SenStadtWo/Programm Soziale Stadt, Stadtumbau und Zukunftsinitiative Stadtteil/Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften (FEIN), das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. sowie Aktion Mensch.