Werdegang / Ausbildung: 
Van Bo Le-Mentzel entwickelte eine Möbelkollektion, die mittlerweile aus einem Stuhl, Sessel, Schlafsofa, Regal und Tisch besteht. 2010 stellte Van Bo Le-Mentzel im Rahmen des Internationalen Design-Festivals (DMY) in Berlin seine 21 Quadratmeter große „Hartz-IV-Wohnung“ vor.
Sein Projekt „100-Euro-Wohnung“ ist eine Wohneinheit, die ein Tiny House ist und als Teil eines gemeinschaftlichen Wohnens dienen soll, das er „Co-Being House“ nennt. Menschen sollen dabei gemeinsam unter einem Dach in einzelnen Wohnungen leben, von denen die Kleinste nur 100 Euro Miete pro Monat kosten soll. Die 6,4 m² kleine, auf einen Anhänger aufgestellte Wohnung umfasst Küche, Bad, Büro, Schlafzimmer und Wohnstube. Im „Co-Being House“ sollen auch Menschen mit wenig Geld in der Innenstadt leben können.
Der Architekt ist in verschiedenen Projekten engagiert. Er ist Mitbegründer des Berliner Vereins „Kiez-Tank-Stelle“, der sogenannte „Schooltalks“ organisiert. Interessante Persönlichkeiten werden dazu in die Schulen eingeladen, um den Jugendlichen zu erzählen, wie sie es geschafft haben, trotz schlechter Startbedingungen im Leben weiter zu kommen.
Wichtige Projekte / Ausstellungen: 
Vom 10. März 2017 bis 9. März 2018 kuratierte Van Bo den „Bauhaus Campus Berlin“ auf dem Freigelände vor dem Museum für Gestaltung Bauhaus-Archiv im Berliner Bezirk Tiergarten. Das Projekt sollte ein künstlerisches Experiment sein unter dem Motto „Study. Build. Research.“ und Möglichkeitsräume für demokratische Utopien von Menschen mit und ohne deutsche Staatsangehörigkeit schaffen. Akteure aus Design, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und der Startup-Szene studierten und forschten auf einem temporären Campus. Alle beteiligten Projekte waren im Tiny House Movement organisiert, das sich mit mobilen Architekturen befasst, die in der Regel nicht größer als ein Parkplatz sind, also 10 m². Vorbild für dieses Experiment sei das Bauhaus als schulische Institution, in der vor 100 Jahren Bildung und Bauen neu gedacht wurde.