Das Festival präsentierte sich 2013 in neuem grafischen Design und nicht nur das: Der neue Festivalslogan „Hier ist Kunst“ stellte das künstlerische Potential Neuköllns selbstbewusst in den Vordergrund und aus dem „Kunst- und Kulturfestival“ wurde nach 14 Jahren das „Kunstfestival“.

Auch organisatorisch änderte sich einiges. Die Projektanmeldung wurde in ein Bewerbungsverfahren mit einem verbindlichen Jahresthema umgewandelt. Ateliers bzw. Kunsträume gehörten wie die Führungen von nun an zum assoziierten Programm. Das zeitgleich stattfindende Programm für Kinder und Jugendliche wurde zusammengefasst zum unabhängigen JUNGE KUNST NK.

Im Festival ging es darum, die Welt aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen. Dabei konzentrierten sich zwei kuratierte Projekte gezielt auf klar definierte gesellschaftliche Gruppen. „Labor Urbanes Altern“ ergründete die Lebenssituation älterer Menschen, um sie einer jüngeren Generation mit künstlerischen Mitteln näherzubringen. Zugleich sollten ältere Menschen als Besucher*innen und aktive Teilnehmer*innen gewonnen werden: In Fotoprojekten, Performances und einer Ausstellung zeigten sie ihre Sicht der Dinge. Das interreligiöse Projekt „Kunst und Kult“ zeigte in fünf Gotteshäusern unterschiedlicher religiöser Gemeinschaften Performances und Installationen, wobei Gastkünstler*innen und beteiligte Gemeinde verschiedenen Glaubens waren, um einen Diskurs über unterschiedliche Formen und Handlungen führen zu können.

Erneut wurden bis dahin unbekannte Räume durch die Kunst erschlossen. Dazu gehörte die „Ehrenhalle“ des Friedhofs an der Lilienthalstraße und Räumlichkeiten der Agentur Hi-Res! auf dem 5. Oberdeck des Parkhauses an der Ganghofer-/ Donaustraße. Auf dem Friedhof wurde insbesondere die Geschichte eines während des Dritten Reichs entstandenen Gedenkorts für Gefallene des Ersten Weltkriegs künstlerisch thematisiert.

342 Veranstaltungen

250 Veranstaltungsorte

mehr als 75.000 Besucher*innen