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Altar der Andacht

Kazik Pogoda

Barrierefreier Zugang
Fr., 28.06. 19:00 – So., 30.06. 19:00
Der „Altar der Andacht“ ist eine interaktive, immersive Medienkunstinstallation, die das Genre des „digitalen Barock“ begründet und bewusst Darstellungen der Göttlichkeit in der Geschichte der westlichen Kunst aufwertet. Es ist jedoch nicht religiös, sondern in diesem Sinne eher blasphemisch, da es nicht das personifizierte monotheistische übernatürliche Wesen darstellt, sondern das „Selbst“, das eigene Ego im heiligen Kontext, vergöttlicht. Die Installation steht im Zusammenhang mit „The Neon Gods They Made“, einer Gruppenausstellung der im Prachtsaal ansässigen Künstler. Das Erlebnis gibt jedem ein anderes Gefühl und ist als Eingangsportal gedacht, das den Besuchern den Übergang in die Realität unseres Prachtsaalraums ermöglicht.

Diese interaktive Installation entstand aus Kazik Pogodas Arbeit mit dem Titel „Luminiferous Aether“, die zum ersten Mal während des 48h NK 2021 Festivals präsentiert wurde. Sie fängt die Silhouette und Bewegung der Besucher ein und projiziert sie auf eine dünne Schicht Ultraschallnebel zurück, wodurch eine holografische 3D-Projektion entsteht – wie ein Spiegel, der „Aura“ aus dem Körper eines Menschen überträgt. Der Nebel wird ständig von einem speziell angefertigten „Soundsystem“ aus Ultraschalllautsprechern erzeugt.

Wir können keinen Ultraschall hören, aber diese Stille ist illusorisch. Ultraschalllautsprecher zerlegen das Wasser beim Eintauchen in eine Vielzahl winziger Tröpfchen. Wenn das Licht diesen Dunst durchdringt und zu unseren Augen gelangt, wird es wie kein anderes Phänomen verstärkt, sodass wir sehen können, was wir nicht hören können. Der Nebel sorgt auch an heißen Sommertagen für eine Erfrischung für unsere Besucher.

Kurz-Bio

Kazik Pogoda

Kazik Pogoda arbeitet an der Schnittstelle von Philosophie und Technologie, Wissenschaft und Erfahrung, Geisteswissenschaften und Maschinencodes. Er erforscht die Möglichkeiten, mit Algorithmen Emotionen hervorzurufen, und strebt danach, generative und performative Kunstformen zu einer einzigen immersiven synästhetischen Erfahrung zu verbinden. Da dieser Prozess immer direkt durch Code und Mathematik ausgedrückt wird, ähnelt er einer kabbalistischen Meditation über philosophische Überzeugungen und wissenschaftliche Modelle, und schließlich werden solche Konzeptualisierungen zu maßgeschneiderten Maschinen, die den Raum, den Klang, die Musik, die menschliche Anwesenheit und die Bewegung wahrnehmen und ihren inneren Zustand als interaktive Installationen in Echtzeit projizieren.

Ort

Jonasstraße 22
12053 Berlin
Deutschland

Prachtsaal

Kontakt

+4915903167521

Barrierefreiheit

Barrierefreier Zugang
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