Direkt zum Inhalt
  • Bildende Kunst
  • Film & Video
  • Installation

<Die Freude am Fisch>

Ran Ren

Barrierefreier Zugang Barrierefreie Toilette
Fr., 28.06. 19:00 – So., 30.06. 19:00
<Die Freude am Fisch> ist eine Medieninstallation, die aus einer im 90-Grad-Winkel montierten Leinwand und einer Tonspur besteht. Das Bild versucht, einen Gesichtsausdruck für Aquarienfische aus Binokularsehen von Menschen zu erschaffen und Augenkontakt zwischen Aquarienfischen und uns vom menschlichen Sinn herzustellen. Es beginnt mit einer Debatte <Kennen wir die Freude am Fisch?> von Chuang Tzu und Hui Tzu aus der alten chinesischen taoistischen Philosophie:
Chuang Tzu und Hui Tsu spazieren den Hao-Fluss am Damm.
Chuang sagte:
Sieh nur, wie frei die Fische springen und aus dem Wasser schnellen: Das ist ihr Glück.
Hui antwortete:
Du bist kein Fisch, wie also willst du wissen, was einen Fisch glücklich macht ?
Chuang sagte:
Du bist nicht ich, wie also willst du wissen, dass ich nicht weiss, was Fische glücklich macht ?
Hui wandte ein:
Wenn ich, da ich nicht du bin, nicht wissen kann, was du weisst, so folgt daraus, dass du, da du kein Fisch bist, nicht wissen kannst, was sie wissen.
Chuang sagte:
Wart' einen Augenblick, lass uns zurückkehren zu deiner ursprünglichen Frage.Sie lautete: Wie willst du wissen, was einen Fisch glücklich macht ? Deinen Worten nach zu urteilen weisst du offenkundig, dass ich weiss, was Fische glücklich macht. Ich weiss um die Freude der Fische im Fluss, weil ich meine eigene Freude erlebe, wenn ich am selben Fluss entlanggehe.
-- < Chuang Tzu - Herbstflut >
Diese Debatte ist eine der wichtigsten Aussage des taoistischen "Qiwu齐物"(Aussage in korrespondierende Dinge oder Abhandlung darüber, die Dinge als gleich zu sehen).
Damit überdenken wir der Subjektivität der Tiere, das im städtischen Raum als "Objekt" gesehen wird, oder mit anders ausgedrückt: überdenken der Beziehung zwischen Mensch und Nicht-Mensch.Wenn Aquarium als öffentliche Landschaft gesehen wird, wie es aus ethisc her Sicht als „lautlos" Element im städtischen Raum zu verstehen ist——außerhalb aber innerhalb des menschlichen Raum, außerhalb der menschlichen Stimme, aber innerhalb immer——die Urbane Stille.

Kurz-Bio

Ran Ren

Ran Ren / 任冉, am 1997 in China geboren, studiert jetzt an der Universität der Künste Berlin, Hauptfach Kunst und Medien mit Schwerpunkt Medieninstallation und Experimenteller film.
Ihre aktuellen Arbeiten basieren auf der taoistischen Philosophie und erforschen die Subjektivität des “Objekt” im Raum des Othering, indem er über die mögliche Hierarchie zwischen Selbst und Anderen bei der Betrachtung und über die Wahrscheinlichkeit eines Rollentauschs zwischen Subjekt und Objekt nachdenkt. Gleichzeitig versucht sie in Bezug auf die Kunstform, die traditionelle Art des Zuschauen zu durchbrechen und eine anti-immersive Situation zu schaffen.

Ort

Lohmühlenbrücke
12045 Berlin
Deutschland

Lohmühlenbrücke

Barrierefreiheit

Barrierefreier Zugang Barrierefreie Toilette
Die nächsten 9 Veranstaltungen