Art discipline: 
Rurbane Realitäten ist im Kontext ruraler und urbaner Transformationsprozesse tätig, die gestaltet, moderiert, begleitet und erforscht werden. Das interdisziplinäre Team aus Architektur und Stadtplanung entwickelt neue Formen der Beteiligung und Interaktion und gestalten innovative Formate des Dialogs und Miteinanders. Die Kontexte reichen dabei von konkret-räumlichen, bis zu komplex-planerischen Maßstäben. Der lokale Kontext und das Einbeziehen der lokalen Expertise ist dabei Ausgangspunkt ihrer Arbeit. Sie entwickeln neue Formen der Beteiligung und Interaktion und gestalten innovative Formate des Dialogs und Miteinanders. Für ihre Arbeit entwickeln sie eine vielfältige Formsprache, die neue Wege in der Vermittlung und Verständigung komplexer Zusammenhänge und Zukunftsvisionen geht.
Nelli Fritzler M.Sc. Architektur studierte am KIT und der TU Berlin, wo sie mit Auszeichnung abschloss. Neben Tätigkeiten in der Lehre (FG De/Co, Prof. Kampshoff und FG Baukonstruktion Prof. Wappner) vertiefte sie ihr Praxis in renommierten Architekturbüros wie Kuehn Malvezzi Architects und Grüntuch Ernst Architekten.
Anna Holzinger M.Sc. Stadtplanung studierte an der HCU Hamburg. Für Ihre Abschlussarbeit zu neuen Formen der Beteiligungskultur erhielt sie eine Auszeichnung. Ihre Fähigkeiten als Stadtplanerin baute sie als Tutorin (FG Arc+Landschaft, Prof. Stokman) und als Werkstudentin bei Rabe Landschaften in Hamburg aus. Sie war im Großen Garten Gerswalde und bei AG.Urban tätig.
Important projects / Exhibitions: 
Mit den ‘Fenstern der Zukünfte’ war Rurbane Realitäten im November 2021 in Marzahn unterwegs und hörte in das Quartier, wie es sich in Marzahn so lebt und was sich die Menschen für die Zukunft des eigenen Wohnumfeldes wünschen. Es wurden neue Blicke gewagt, Beschaffenheiten hinterfragt, Bestehendes reflektiert und gemeinsam (un)mögliche Zukünfte kreiert. Entstanden sind dabei viele verschiedene Fenster, von denen 12 Motive auf Postkarten gedruckt wurden. Das Projekt wurde im Januar 2022 im Haus der Statistik ausgestellt. Das Projekt fand im Rahmen des Projekts für Kultur am »Was geht? Visionen von Zukunft und Gegenwart« statt, das von Randbedingungen durchgeführt wurde. Es ist Teil der Initiative Draussenstadt Berlin und wurde von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung gefördert.
In der interaktive Performance 'Der Zaun im Kopf' setzen sie sich mit der Zukunft der Einfamilienhäuser auseinander. Berichtet wird aus dem Jahr 2050 und die Frage aufgeworfen, was passieren würde, wenn es keine Zäune mehr bräuchte, weil sich eine ganze Siedlung entscheidet, ihren Besitz in einer gemeinwohlorientierten Stiftung zusammenzuführen. Es geht um das Erfahrbarmachen einer möglichen Zukunft, bei der die Zuschauer:innen zu Darsteller:innen werden, die die Zukunft in den eigenen Händen haben. Das Projekt entstand im Rahmen des geladenen ‘Campus Zukunft Wohnen’ im August 2021 für Young Professionals der Wüstenrot Stiftung.