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Sophia Frese (Jahrgang 1978) wurde in Münster/Westf. als zweite von fünf Kindern geboren. Nach einer künstlerisch-musischen Schulausbildung studierte sie Literatur- und Kulturwissenschaft. Seit ihrer Kindheit malt, dichtet und musiziert sie. 2014 liess sie ihre wissenschaftliche Karriere hinter sich, um sich auf ihre künstlerische Tätigkeit zu konzentrieren. Ihrer transatlantischen Ausrichtung folgend, lebte und arbeitete sie fünf Jahre im eigenen Studio in Charlotte, North Carolina, bevor sie 2019 mit Mann und Tochter nach Berlin zurückkehrte, wo sie als freischaffende Künstlerin tätig ist und einen Literatursalon unterhält. Ihre Arbeiten sind Grenzgänger zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen körperhaften Formen und Farb- und Strukturterrains. Auf grosser Leinwand arbeitet sie mit gemischten Medien und intensiven Farbpaletten mit Händen, Pinseln und anderen Werkzeugen, um haptische Oberflächen zu erschaffen. Ihr interdisziplinärer Hintergrund macht Literatur, Philosophie und Musik zu Begleitern ihres Prozesses, der sich durch Spontanität und Ergebnisoffenheit auszeichnet. Den strukturelle und politische Kontext ihrer Arbeit reflektiert sie als Mutter und feministische Intellektuelle in ihrem Werk auf der Ebene des Formats, aber auch in ihrer Verhandlung grotesker Körperlichkeit zwischen Zerfall und Begehren. Massgebliche Einflüsse ihres künstlerischen Werdegangs sind der abstrakte Expressionismus und die Maler Cecily Brown, Miriam Kahn und Francis Bacon.