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Das innere Ohr

Aimée Hoffmann

Barrierefreier Zugang Barrierefreie Toilette
Fr., 28.06. 19:00–22:00 Uhr Sa., 29.06. 14:00–22:00 Uhr So., 30.06. 14:00–19:00 Uhr
„Das Aufnehmen eines dichterischen Werkes, ob das nun durch das wirkliche Ohr vor sich geht oder nur durch jenes innere Ohr, das im Lesen lauscht, stellt sich als eine zirkuläre Bewegung dar, in der Antworten wieder in Fragen zurückschlagen und
neue Antworten provozieren." H.-G. Gadamer

Dieses Video verbindet kurze, traumartige Szenen, in denen sich Bilder und Klänge der Großstadt mit denen natürlicher Räume vermischen, vertauschen und ergänzen, ohne dass die Klangkulisse dabei den Anschein der Natürlichkeit verliert. Die Betrachtenden begeben sich auf eine surreale Reise voll bewusster Sinnestäuschungen. Idyllisch branden die Wellen des Meeres ans Ufer, ihr Rauschen, kaum merklich, durch den Klang der Autobahn ersetzt. Doch das macht nichts. Der Stadtmensch wird von einem vertrauten Mitglied urbaner Räume repräsentiert, einer Krähe, die in ihrer düsteren Erscheinung und ausserhalb des Trubels des Schwarms etwas verloren wirkt. Sie schaut sich um, befindet sich auf einer konstanten Suche; aber wonach eigentlich? Teilhabend an dieser Suche ziehen Bilder wie im Rausch an uns vorbei, begleitet von Klängen, die trotz starker Gegensätze ein Gefühl des Dazugehörens erwecken. In einer konstanten Spannung zwischen Ruhe, Chaos, Vertrautheit,Verlorenheit, Verzweiflung und Stille endet das Video mit dem Abheben der Krähe in einen weiten Horizont, in dem der Schall der Stadt einen langen Nachklang mit sich zieht.

Als Installation, wird das Video von dem Gemälde "Das innere Ohr"begleitet.

Das dreidimensionale Bild versucht eine Auseinandersetzung mit den Gefühlen der Betrachtenden zu erschaffen. Trotz der milchigen hellen Farben, hat dieses Bildnis des Inneren Ohres etwas brutales an sich. Die Leinwand krümmt sich und ist deformiert , wie von einem Krampf zusammengezogen. Bei näherer Betrachtung stechen einem Nägel in den Blick und der Glanz des Kunstharzes verliert die Ästhetik und erhält etwas bedrohliches.

Kurz-Bio

Aimée Hoffmann

Mit 18 Jahren wanderte Aimée Hoffmann nach Pietrasanta aus, um sich an das Projekt, Lapidarium des Künstlers Gustavo Aceves zu beteiligen. Der Wunsch ihre eigenen Werke zu realisieren führte dazu, dass sie aus dem Projekt ausstieg. Ihre erste Serie an Werken, aus dem Jahr 2023, besteht aus großdimensionalen, plastischen Leinwänden, die sich mit dem Thema der Geburt befassen. Die Künstlerin setzt sich darin mit ihrer eigenen Erfahrung auseinander und ermöglicht den Betrachter*innen einen intimen Einblick auf dieses prägende Erlebnis. Sie setzt sich mit der Frage der Rolle der Frauen, die in einem Kontinuum zwischen Selbstaufopferung und Selbstbehauptung leben auseinander und welche Erwartungen sie selbst aber auch die Gesellschaft von einer Mutter haben.

Ort

Weserstraße 50
12047 Berlin
Deutschland

Gelegenheiten E.v

Barrierefreiheit

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