- Offenes Format
Mapping the In-Between. Floating Poetry auf dem Neuköllner Schiffahrtskanal
Ruudi Beier, Margaret Schlenkrich, Carolin Schmidt, The Poetry Project
So., 05.07. 15:00 - 16:00 Uhr
So., 05.07. 16:00 - 17:00 Uhr
Der Neuköllner Schifffahrtskanal ist kein neutrales Abbild der Landschaft, sondern das Ergebnis bewusster Eingriffe und Entscheidungen darüber, wie Raum genutzt und verstanden werden soll. Ausgehend vom Rixdorfer Wiesengraben in einer sumpfigen Landschaft wurde das Gebiet durch Trockenlegung im 19. Jhd in nutzbares Land überführt und mit dem Kanalbau um 1914 gezielt als Infrastruktur für Industrie und großstädtisches Wachstum gestaltet. Während der Teilung Berlins wird er zur streng kontrollierten Grenze – scheinbar eindeutig, tatsächlich aber ein widersprüchlicher Zwischenraum. Heute zeigt sich der Kanal erneut im Wandel: als hybrider Raum zwischen Restindustrie, Freizeit und künstlerischer Aneignung.
So steht der Kanal für eine lebendige Karte, auf der sich unterschiedliche Lesarten von Raum überlagern. Mit dem Backdecker DYLAN vermessen wir diesen Raum neu. Dieser Bootstyp wurde im 19. Jhd. auf der Engelbrecht-Werft in Berlin-Köpenick entwickelt. Als Ur-Berliner*in stehen diese Boote für die maritime Geschichte der Stadt. Im Rahmen von 48h Neukölln wird die DYLAN zur Bühne.
Das künstlerische Lesungsprogramm von beier+wellach projekte, »kaboom« & The Poetry Project widmet sich den vielschichtigen Bedeutungen von Zwischenräumen und Grenzen, die von den Autor*innen erkundet werden. Und es geht um Fragen der Identität, geformt durch Verschiebungen, Brüche und Überlagerungen.
Gerade auf dem Wasser, einem Ort, der keine festen Grenzen kennt, entfaltet sich ein literarischer Raum, in dem neue Kartografien entstehen: tastend, fließend und offen für ungewohnte Perspektiven. Es geht um das Ablegen und Loslassen, um Aufbruch und Sehnsucht, um Gemeinschaft und Wiederkehr.
Wir laden dazu ein, Neukölln vom Wasser aus zu beobachten. Auf schwankendem Grund, aber in einem geschützten Raum. Den Atmosphären, den Stimmen, den Geschichten zu lauschen. Und Grenzen als Anfang neuer Erzählungen zu sehen; auf einem Kanal, der sein Umfeld wesentlich prägte und weiter prägen wird.
So steht der Kanal für eine lebendige Karte, auf der sich unterschiedliche Lesarten von Raum überlagern. Mit dem Backdecker DYLAN vermessen wir diesen Raum neu. Dieser Bootstyp wurde im 19. Jhd. auf der Engelbrecht-Werft in Berlin-Köpenick entwickelt. Als Ur-Berliner*in stehen diese Boote für die maritime Geschichte der Stadt. Im Rahmen von 48h Neukölln wird die DYLAN zur Bühne.
Das künstlerische Lesungsprogramm von beier+wellach projekte, »kaboom« & The Poetry Project widmet sich den vielschichtigen Bedeutungen von Zwischenräumen und Grenzen, die von den Autor*innen erkundet werden. Und es geht um Fragen der Identität, geformt durch Verschiebungen, Brüche und Überlagerungen.
Gerade auf dem Wasser, einem Ort, der keine festen Grenzen kennt, entfaltet sich ein literarischer Raum, in dem neue Kartografien entstehen: tastend, fließend und offen für ungewohnte Perspektiven. Es geht um das Ablegen und Loslassen, um Aufbruch und Sehnsucht, um Gemeinschaft und Wiederkehr.
Wir laden dazu ein, Neukölln vom Wasser aus zu beobachten. Auf schwankendem Grund, aber in einem geschützten Raum. Den Atmosphären, den Stimmen, den Geschichten zu lauschen. Und Grenzen als Anfang neuer Erzählungen zu sehen; auf einem Kanal, der sein Umfeld wesentlich prägte und weiter prägen wird.
Kurz-Bio
Ruudi Beier, Margaret Schlenkrich, Carolin Schmidt, The Poetry Project
beier+wellach projekte ist ein Zusammenschluss des Künstlers Ruudi Beier und des Dramaturgen und Historikers Peter Wellach. Gemeinsam leiten sie ein Studio für die Entwicklung und Gestaltung von Kultur-, Kunst- und Bildungsprojekten.
»kaboom« entwickelt, ausgehend von Lyrik, Installationen, Interventionen und Ausstellungskonzepte zu Themen wie Widerstand, Aktivismus und Erinnerungskultur. Wir bringen Menschen zusammen auf der Suche nach neuen Perspektiven und einer gemeinsamen Sprache.
The Poetry Project ist ein innovatives, literarisches Dialogprojekt, das junge Menschen mit Fluchthintergrund dabei begleitet, ihre Erfahrungen in Gedichten auszudrücken.
»kaboom« entwickelt, ausgehend von Lyrik, Installationen, Interventionen und Ausstellungskonzepte zu Themen wie Widerstand, Aktivismus und Erinnerungskultur. Wir bringen Menschen zusammen auf der Suche nach neuen Perspektiven und einer gemeinsamen Sprache.
The Poetry Project ist ein innovatives, literarisches Dialogprojekt, das junge Menschen mit Fluchthintergrund dabei begleitet, ihre Erfahrungen in Gedichten auszudrücken.