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Ungesehene Stimmen: Das Schweigen im Städtebau enthüllen

Bridget Moy O'Brien

Fr., 28.06. 19:00–22:00 Uhr Sa., 29.06. 11:00–19:00 Uhr So., 30.06. 11:00–19:00 Uhr
Die Art und Weise, wie urbane Umgebung gestaltet wurde, spiegelt die Werte der Gesellschaft wider, die sie erschaffen hat - einschließlich der Machthierarchien und Ungleichheiten, die in der Gesellschaft bestehen. In vielen unserer städtischen Umgebungen waren und sind die Entscheidungsträger und "typischen Stadtbürger" überwiegend Männer.

'Unseen Voices: Unveiling Silence in Urban Design" [“Ungesehene Stimmen: Das Schweigen im Städtebau enthüllen”] ist eine audiovisuelle Rauminstallation, die ein tiefes Schweigen im urbanen Raum aufdeckt: die anhaltende Vernachlässigung der Stimmen von Frauen in der Stadtgestaltung.

O'Brien verwendet Dokumentar- und Experimentalfilmmaterial, um den Betrachter in eine Landschaft zu ziehen, die absichtlich Räume erschafft, welche unangenehm und unbequem zu begehen sind. In einer sorgfältig kuratierten Kulisse, die von der französischen Künstlerin und Designerin Lucie Eon gebaut wurde, wird der Betrachter aufgefordert, sich zu fragen: Wie fühlt es sich an, einen Raum zu bewohnen, der nicht für den eigenen Körper gemacht ist? Wie ist es, sich in einer Umgebung zurechtzufinden, in der man bei der Gestaltung nicht berücksichtigt wird?

Anhand von Videoprojektionen, Displays und Ton erörtert "Unseen Voices" die Auswirkungen geschlechtsspezifischer Vorurteile in der Stadtplanung.

Als sich die Städte in der industriellen und postindustriellen Ära entwickelten, war die Stadtplanung stark von kapitalistischen und patriarchalischen Grundlagen geprägt. So entstanden Räume, in denen die Bedürfnisse von Frauen und Minderheiten vernachlässigt und ignoriert wurden. Von der Politik bis zu den Verkehrssystemen, von den Wohnungen bis zu den öffentlichen Räumen - die geschlechtsspezifischen Vorstellungen der Vergangenheit wirken in der städtischen Infrastruktur weiter fort.

Das Verständnis dieser Vernachlässigung wird uns dabei helfen, in Zukunft städtische Umgebungen zu schaffen, die gerechter, inkludierender und vorteilhafter für alle sind.

Kurz-Bio

Bridget Moy O'Brien

Bridget Moy O'Brien ist eine interdisziplinäre Künstlerin und Designerin, die ihre Erfahrungen als Architektin und Filmemacherin in ihrer Kunst verbindet. Bridgets Arbeit ist durch ihre chinesisch-malaysischen und irisch-australischen Wurzeln beeinflusst und konzentriert sich auf die künstlerische Erforschung der Themen Zugehörigkeit und Identität aus einer Perspektive, die den Blickwinkel von queeren Menschen und Women of Colour hervorhebt.

Mit Experimentalfilm, Videoprojektionen und Rauminstallationen erschafft O’Brien provokative Mixed-Media-Umgebungen, die die Norm herausfordern und Vielfalt in den Mittelpunkt stellen.

Ort

Weserstrasse 168
12045 Berlin
Deutschland

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