- Fotografie
Ein Verwundbarer Ort
Marina Merkulova
Sa., 04.07. 14:00
Dieses Projekt erforscht Erinnerung, Daten und Grenzen – physische, politische, technologische und psychische.
Die Künstlerin sammelt die Koordinaten von Orten und persönliche Erinnerungen von Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrungen. Es sind Orte, zu denen sie nicht zurückkehren können.
Sie lokalisiert diese Orte und erstellt Screenshots über Online-Street-View-Karten. Die Hauptplattform ist Google Street View. Wo Google nicht verfügbar ist, nutzt die Künstlerin alternative Dienste. Wenn ein Ort vollständig unzugänglich ist, wird die Suche nach Informationen selbst Teil der Arbeit.
Karten zeigen nicht nur Raum, sondern auch politische Realitäten. Google Street View fehlt in einigen Ländern, während es in anderen unabhängige Street-View-Plattformen gibt, zum Beispiel chinesische Dienste oder Here WeGo. Die Aufnahmen spiegeln Einflussbereiche, wirtschaftlichen Druck und bewaffnete Konflikte wider. Diese Bedingungen liegen außerhalb der Kontrolle der Künstlerin und werden Teil der Geschichte, die das Werk untersucht.
Die Screenshots werden im Cyanotypie-Verfahren gedruckt (eines der frühesten fotografischen Druckverfahren). Es verleiht Materielles und schafft eine historische Verbindung zur Kartografie, wo dieses Verfahren zur Reproduktion von Karten und Plänen genutzt wurde.
Die Arbeit versucht nicht, verlorene Orte wiederherzustellen. Sie untersucht das Verwischen von Grenzen. Persönliche Erinnerungen durchlaufen offene Daten und digitale Aberrationen und werden dadurch noch verletzlicher. Der handgefertigte Druck stellt ihren Kontur wieder her und verhindert, dass sie im Fluss digitaler Bilder verloren geht.
Das Projekt wird im Community Space von Arts of the Working Class präsentiert. Eine gemeinnützige Kulturplattform an der Schnittstelle von Journalismus, Literatur, bildender Kunst und politischer Bildung. Im Rahmen der Ausstellung tritt Marina Merkulova in einen Dialog mit dem Künstler Miguel Angel Espinoza, der ebenfalls im Raum präsentiert wird.
Die Künstlerin sammelt die Koordinaten von Orten und persönliche Erinnerungen von Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrungen. Es sind Orte, zu denen sie nicht zurückkehren können.
Sie lokalisiert diese Orte und erstellt Screenshots über Online-Street-View-Karten. Die Hauptplattform ist Google Street View. Wo Google nicht verfügbar ist, nutzt die Künstlerin alternative Dienste. Wenn ein Ort vollständig unzugänglich ist, wird die Suche nach Informationen selbst Teil der Arbeit.
Karten zeigen nicht nur Raum, sondern auch politische Realitäten. Google Street View fehlt in einigen Ländern, während es in anderen unabhängige Street-View-Plattformen gibt, zum Beispiel chinesische Dienste oder Here WeGo. Die Aufnahmen spiegeln Einflussbereiche, wirtschaftlichen Druck und bewaffnete Konflikte wider. Diese Bedingungen liegen außerhalb der Kontrolle der Künstlerin und werden Teil der Geschichte, die das Werk untersucht.
Die Screenshots werden im Cyanotypie-Verfahren gedruckt (eines der frühesten fotografischen Druckverfahren). Es verleiht Materielles und schafft eine historische Verbindung zur Kartografie, wo dieses Verfahren zur Reproduktion von Karten und Plänen genutzt wurde.
Die Arbeit versucht nicht, verlorene Orte wiederherzustellen. Sie untersucht das Verwischen von Grenzen. Persönliche Erinnerungen durchlaufen offene Daten und digitale Aberrationen und werden dadurch noch verletzlicher. Der handgefertigte Druck stellt ihren Kontur wieder her und verhindert, dass sie im Fluss digitaler Bilder verloren geht.
Das Projekt wird im Community Space von Arts of the Working Class präsentiert. Eine gemeinnützige Kulturplattform an der Schnittstelle von Journalismus, Literatur, bildender Kunst und politischer Bildung. Im Rahmen der Ausstellung tritt Marina Merkulova in einen Dialog mit dem Künstler Miguel Angel Espinoza, der ebenfalls im Raum präsentiert wird.
Kurz-Bio
Marina Merkulova
Marina Merkulova ist im Süden Russlands geboren und lebt in Berlin. Sie arbeitet im Bereich Fotografie und kulturelle Bildung. In der Fotografie interessiert sie sich für Alltäglichkeit und Verletzlichkeit in verschiedenen sozialen Kontexten. Sie ist Mitbegründerin des Projekts PLAY! Berlin, das mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrungen in Berlin arbeitet, wo sie kreative Programme entwickelt und leitet. Sie leitete einen Kurs über visuelle Tagebücher und Archive im Rahmen des Projekts KINO.