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  • Offenes Format

AS@P Open Studios: Jonathan Apelbaum

Jonathan Apelbaum

Fr., 28.06. 19:00 – So., 30.06. 19:00
"Portraits Bruyante(s) numéro 2" ist eine interaktive Dokumentarinstallation, die die kognitiven Gemälde von Jonathan Apelbaum präsentiert. Die Installation behandelt die politische Divergenz innerhalb der EU und der Welt im Allgemeinen durch die romantischen Beziehungen von fünf queeren Paaren in Berlin. Diese Beziehungen sind geprägt von wirtschaftlichen und sozialen Krisen sowie von Geschlechts- und sexuellen Identitäten: Thams & Lucy, Mariam & Panos, Pili & Unai, Sara & Eleonor, Sophie & Jack.

Jonathan arbeitet auf der Leinwand mit Schichten von Ölgemälden, die das Leben dieser Personen offenbaren. Die LED-Panels fungieren als introspektive Scanner, die dem Betrachter nach und nach Fragmente ihres Lebens offenbaren, ähnlich einer Leinwandkamera, die diesen Personen folgt. Das tägliche Leben in Berlin wirft für jeden ähnliche Probleme auf, und romantische, sexuelle und freundschaftliche Beziehungen dienen als Flucht vor den sozialen und wirtschaftlichen Problemen in ihren Heimatländern, Kindheitstraumata und Konflikte. Das Nachtleben und die damit verbundenen Praktiken sind für alle üblich und dienen oft als Rahmen für Jonathans erste Begegnungen, die intime Momente eröffnen und eine beeindruckende Nähe zum Paar herstellen, indem sie episodisch die Essenz ihrer Lebensbedingungen in wenigen Bildern einfangen.

In Zusammenarbeit mit Marco Colocci, einem langjährigen Partner und Klangkünstler, mit dem Jonathan zuvor die Einzelausstellung "Familie" im Jahr 2022 bei Artco eröffnete, und Titouan Duflo, einem Künstler-Ingenieur, der den interaktiven Teil des Werks entwickelte, sowie der Architektin Alexandra Tsampanaki, die die Szenografie ausführte.

Kurz-Bio

Jonathan Apelbaum

Jonathan Apelbaum, geboren 1992 in Glasgow als Kind französisch-algerischer und französisch-polnischer Eltern, wuchs in einem Pariser Vorort als ältester von vier Kindern auf. Nach seinem Abschluss in Maschinenbau an der Technischen Universität Berlin im Jahr 2014 blühte seine künstlerische Karriere 2018 auf. Seine Installationen, ähnlich traditionellen Gemälden, jedoch mit Lichteffekten und manchmal auch Ton- und Bewegungssensoren angereichert, schaffen eine dynamische 'vierte Dimension', in der die Teilnahme des Publikums ihr sich entwickelndes Erscheinungsbild formt. 2019 gründete er AnalogDream, ein Studio für experimentelle künstlerische Praxis. Diese Installationen, die auf ihre Umgebung reagieren, erkunden Themen wie Bewusstsein, Wahrnehmung und menschliche Instinkte.

Ort

Karl-Marx-Straße 58
12043 Berlin
Deutschland

AS@P Piano Fabrik
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