- Offenes Format
Performance and installation exhibition
Kitty Maria, Elise Ehry
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr
Sa., 04.07. 13:00 - 18:00 Uhr
So., 05.07. 13:00 - 18:00 Uhr
RED – Manual for a Disappearing Body ist eine Performance und Installation, die sich auf das italienische Thrillerkino „Giallo“ der 1960er- und 1970er-Jahre bezieht. Trenchcoats, behandschuhte Hände und instabile Perspektiven prägen die erotisierte Bildsprache des Genres, insbesondere in Darstellungen von Femizid. In bewusster Abgrenzung zu diesen gewaltgeprägten Narrativen stellen Kitty Maria und Elise Ehry ihre eigenen Körper in den Mittelpunkt der Mise-en-scène.
Die Performance wird im Schaufenster der Swimming Pool Gallery in Berlin präsentiert: Sie findet im Inneren statt, während das Publikum sie von der Straße aus betrachtet. Das Fenster fungiert zugleich als Barriere und filmische Projektionsfläche, versetzt die Betrachtenden in eine voyeuristische Position und verweist auf die visuelle Spannung des Giallo, etwa in The Bird with the Crystal Plumage (Dario Argento, 1970). Die Künstlerinnen reaktivieren diese Bildcodes, um zeitgenössische Regime von Sichtbarkeit und Überwachung zu hinterfragen.
RED ist das zweite Kapitel eines 2025 in Amsterdam mit BLU – The Storm Behind the Window begonnenen Performanceprojekts. Diese Iteration erweitert die performative und skulpturale Sprache und vertieft den Fokus auf Glas, Transparenz und Verschwinden. Neue Glasskulpturen und holografische Apparaturen lassen die Körper zwischen Präsenz und Auflösung oszillieren.
Durch choreografierte Gesten, Uniformen und handgefertigte Requisiten entsteht eine feministische Neulesart des Genres, die voyeuristische Blickstrukturen offenlegt und destabilisiert. Auch außerhalb der Aufführungszeiten sichtbar, verwandelt die Installation die Vitrine in eine hybride Bühne, Ausstellung und einen eingefrorenen Tatort, in dem Passant:innen zu Zeug:innen werden, ohne eingreifen zu können.
Die Performance wird im Schaufenster der Swimming Pool Gallery in Berlin präsentiert: Sie findet im Inneren statt, während das Publikum sie von der Straße aus betrachtet. Das Fenster fungiert zugleich als Barriere und filmische Projektionsfläche, versetzt die Betrachtenden in eine voyeuristische Position und verweist auf die visuelle Spannung des Giallo, etwa in The Bird with the Crystal Plumage (Dario Argento, 1970). Die Künstlerinnen reaktivieren diese Bildcodes, um zeitgenössische Regime von Sichtbarkeit und Überwachung zu hinterfragen.
RED ist das zweite Kapitel eines 2025 in Amsterdam mit BLU – The Storm Behind the Window begonnenen Performanceprojekts. Diese Iteration erweitert die performative und skulpturale Sprache und vertieft den Fokus auf Glas, Transparenz und Verschwinden. Neue Glasskulpturen und holografische Apparaturen lassen die Körper zwischen Präsenz und Auflösung oszillieren.
Durch choreografierte Gesten, Uniformen und handgefertigte Requisiten entsteht eine feministische Neulesart des Genres, die voyeuristische Blickstrukturen offenlegt und destabilisiert. Auch außerhalb der Aufführungszeiten sichtbar, verwandelt die Installation die Vitrine in eine hybride Bühne, Ausstellung und einen eingefrorenen Tatort, in dem Passant:innen zu Zeug:innen werden, ohne eingreifen zu können.
Kurz-Bio
Kitty Maria, Elise Ehry
Elise Ehry und Kitty Maria sind arbeitslose Flugbegleiterinnen, die ihre selbst entworfenen Uniformen tragen und dauerhaft außer Dienst sind. Seit Beginn ihrer Zusammenarbeit entfalten sie die Figur der Hostess und untersuchen Möglichkeiten, sich dem „Dienst“ zu entziehen. Dieser Rückzug steht für einen Widerstand gegen die Verflechtung von Geschlecht und Arbeit sowie gegen die Kommodifizierung des weiblichen Körpers.
Sie entwickeln das Konzept „Hosting Air“, das Hosten von Luft und Leere. In ihren Performances bieten sie „kritische Nicht-Services“ an. Seit 2022 erforschen sie „Air Tonalities“ und untersuchen Luft als Medium für Form und Klang.
Sie entwickeln das Konzept „Hosting Air“, das Hosten von Luft und Leere. In ihren Performances bieten sie „kritische Nicht-Services“ an. Seit 2022 erforschen sie „Air Tonalities“ und untersuchen Luft als Medium für Form und Klang.