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  • Bildende Kunst

Späti Talks

Vasylysa Shchogoleva, Menno Aden

Barrierefreier Zugang
Fr., 28.06. 19:00–22:00 Uhr Sa., 29.06. 16:00–22:00 Uhr
Wenn ein Späti sprechen könnte, welche Geschichten würde er erzählen? Vielleicht die Geschichte des Einsamen, der nur ein kurzes Gespräch mit dem Verkäufer sucht; oder der Mutter, die mit ihrem Kind nach Berlin kommt, um hier eine neue Heimat zu finden; oder die Geschichte der Jugendlichen, die sich noch schnell ein Wegbier kaufen...?

Als niedrigschwelliger Ort ist der Berliner Späti ein Phänomen, das weltweit seinesgleichen sucht. In ihm treffen Menschen aufeinander, die sich, zumindest in der physischen Welt, nirgendwo sonst begegnen. Anders als in der Bar, im Café oder im Restaurant gibt es im Späti Preise, die sich jeder leisten kann. Anders als im Supermarkt gibt es im Späti die Möglichkeit zu verweilen und die gekauften Produkte vor Ort zu konsumieren. Anders als in einem Verein gibt es im Späti keine Aufnahmegebühr.

Der Späti ist somit einer der wenigen demokratischen Orte in der anonymen Großstadt, ein öffentliches Forum, in dem Gedanken ausgetauscht werden und so ganz unterschiedliche Geschichten unseres Zusammenlebens entstehen. In "Späti Talks" präsentiert uns Vasylysa Shchogoleva diese Geschichten in Form von Zeichnungen, begleitet von Audioaufnahmen und Live-Lesungen. Ideen reisen wie Geschichten zwischen den Räumen. So schlägt Helene Bosecker eine Brücke zwischen den Werken zweier Künstler - Vasylysa Shchogoleva und Menno Aden - die sich mit demselben Raum beschäftigen, der Späti ist. Und Sie sind herzlich eingeladen, Ihre eigene Geschichte beizusteuern.

Kurz-Bio

Vasylysa Shchogoleva, Menno Aden

Vasylysa Shchogoleva nutzt Architektur als Anlass zur Selbstreflexion und Dokumentation. So zeigt sie Menschen in ihrer bebauten Umwelt und erzeugt dadurch "Narrativräume", in denen Menschen nicht selten persönlichen Grenzerfahrungen nachspüren. In ihren Installationen verwendet die Künstlerin neben Zeichnungen auch akustische oder performative Medien.

Menno Aden interessiert sich für Muster und Ordnungssysteme, die unser tägliches Leben durchdringen und strukturieren. Seine konzeptionellen Fotoserien sind meist topografischer Natur, in denen Aden einen analytischen Blick auf unsere gebaute Umwelt wirft. Menschen sind in seinen Arbeiten kaum zu sehen. Und doch können die Arbeiten aus der Serie Room Portraits als Porträts der Menschen gelesen werden, die in den fotografierten Räumen leben.

Ort

Reuterstraße 32
12047 Berlin
Deutschland

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