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  • Offenes Format

Stille Leben und Weiße Ware

Andrea Freiberg, Christine Kriegerowski

Sa., 29.06. 14:00–19:00 Uhr So., 30.06. 14:00–19:00 Uhr
Andrea Freiberg und Christine Kriegerowski stellen im Affidamento Frauen*treffpunkt Fragen nach dem Stellenwert von Innen und Außen: Ist das Private wirklich geschützt, wie exponiert das Außen? Die Künstlerinnen wollen dem Publikum (vom Frauen*treffpunkt und anderswo) in erster Linie Empowerment vermitteln, selbstbewussten Umgang mit sogenannten Schwächen, sie wollen die Kunst als Weg zeigen. Mit dem Titel spielen Freiberg und Kriegerowski auf ihre Themen und Medien an, aber auch auf die Verborgenheit häuslichen Lebens.

Andrea Freiberg zeigt Aquarelle aus der Serie ‚Berliner Stillleben‘ von im Innen- wie im Außenraum gefundenen Dingen und Szenarien, die sie kombiniert und auf poetische Art zum Glänzen bringt. Dem exponierten Außen stellt Freiberg das geschützte Innen gegenüber, wo sie Gebrauchsantiquitäten mit heimischen Provisorien kombiniert. Dagegen stellt sie die Straßenstillleben auf Kopfsteinpflaster und grauen Straßenbelägen. Die gefundenen Objekte haben ihren Auftritt absolviert, die Arrangements bleiben rätselhaft, wie in der Pittura metafisica verbirgt sich eine zweite geheimnisvolle Wirklichkeit hinter den sichtbaren Dingen.

Christine Kriegerowski setzt Haushaltsgeräte in Szene, ihre Malerei ist alles andere als subtil, erinnert an gemalte Werbeplakate, Hauptsache, der Gegenstand ist zu erkennen und die Kontraste sind groß. Größer als zwischen dem Tarnmuster der Hintergründe und den weißen Geräten könnte der Gegensatz nicht sein. Ist der Haushalt nicht der Hort der Eintracht? Gibt es etwas Friedlicheres als die Küche? Offensichtlich glaubt die Künstlerin nicht daran.

Kurz-Bio

Andrea Freiberg, Christine Kriegerowski

Andrea Freiberg interessiert sich für das Verhältnis zwischen Fotografie und Malerei, Alltag und Kunst. Von der fotografischen Recherche und realen Straßenfunden bis hin zur Malerei und Installation arbeitet sie medienübergreifend. In Kombination mit der gegenständlichen Malerei und den „Trophäen der Straße“ entstehen installative, poetische Bilderbühnen. Sie lebt in Berlin und Nebra/Unstrut.

Für Kriegerowski sind Zeichnung, Fotografie, Performance, Video und Installationen gleich wichtig. Themen sind Unvollkommenheit, Verfall, Perversion, Falschmachen, Bockigsein, Gefahr, Scheitern. Die Objekte ihrer Arbeit sind profane, gefundene, billige Dinge, die sie umdeutet. Sie versucht, ihre Kunst immer leicht, humorvoll und möglichst farbenfroh erscheinen zu lassen.

Ort

Richardplatz 28
12055 Berlin
Deutschland

Frauenzentrum affidamento

Kontakt

030 5682 4901
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