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Vibrations [Firebug—City]

Bea Targosz

Barrierefreier Zugang Barrierefreie Toilette
Sa., 29.06. 11:00–18:00 Uhr So., 30.06. 11:00–18:00 Uhr
Insekten sind aktive Nutzer städtischer Einrichtungen, Erstbewohner neuer Gebäude, mutige Mitgestalter der Umwelt und der Klanglandschaft. Gleichzeitig sind sie auch Empfänger von Stadtgeräuschen, Vibrationen und Strahlung.
Das Projekt untersucht die Aktivitäten und die Kommunikation von Insekten als eine von mehreren Schichten von Signalen und Schwingungen, die die städtische Umwelt und Klanglandschaft formen. Indem es die Präsenz von Insekten in der Stadt in den Vordergrund stellt, versucht es, die Perspektive auf den städtischen Raum zu erweitern, indem es verschiedene Skalen-, Zeit-, Ablaufsverständnisse und Fragen zu unseren Beziehungen zu Nicht-Menschen und zu unseren Lebensräumen einbezieht.
Die Feldforschung konzentrierte sich auf die Pyrrhocoris apterus (Gemeine Feuerwanze). Erkennbar an seinem Flügelmuster und seinen großen Kolonien ist die Feuerwanze ein häufiger Bewohner europäischer Städte. Gleichzeitig wird an der Art im Zusammenhang mit Insektenpersönlichkeiten und Vibrationskommunikation, ihrer Hauptkommunikationsmethode, geforscht. Beobachtungen und Aufnahmen einer Feuerwanzenkolonie in der Nähe der Oderstraßenbrücke über den Gleisen in Berlin Neukölln fanden über einen Zeitraum von zwei Monaten im April und Mai 2021 statt, mit zusätzlichen Aufnahmen im Juni und August 2021. Das aufgenommene Material umfasst Verhalten und Interaktionen von bis zu drei Wanzen für jeweils bis zu zwei Stunden. Parallel dazu wurden Schwingungen in unmittelbarer Nähe der Feuerwanzenkolonie festgehalten - Rhythmen und Zyklen der Stadt, die im Boden und in den Infrastrukturen zu finden sind. Der Schwerpunkt der Aufnahmen lag auf Körperschall. In der Installation sind sowohl Vibrationen der Stadt als auch der Insekten zu hören. Lange Sequenzen der Insektenaktivitäten werden eingefügt, um die Klangfarbe und den Zeitpunkt ihres Verhaltens widerzuspiegeln.

Weitere Informationen: https://beatargosz.com/projekt/vibrations-firebug-city/

Kurz-Bio

Bea Targosz

Bea Targosz (* in Danzig) studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Danzig, an der Kunstuniversität Linz und an der Universität der Künste Berlin, wo sie ihr Meisterschülerstudium im Bereich Kunst und Medien absolvierte. Ihre Klanginstallationen wurden im Programm Vorspiel während der transmediale und des CTM-Festivals in Berlin, im Museum Ulm, im Silent Green Kulturquartier, im diskurs Berlin, im Museum für Naturkunde in Berlin sowie auf der CENSE Conference for Sonic Ecologies, auf dem Klingt Gut! Symposium on Sound der HAW Hamburg und im Programm von Radio Kapitał präsentiert. Sie erhielt unter anderem das Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin und ein DAAD-Stipendium. Im Jahr 2023 war sie Teilnehmerin des Goldrausch-Künstlerinnenprojekts.

Ort

Rollbergstraße 28A
12053 Berlin
Deutschland

KI-Ideenwerkstatt für Umweltschutz (Initiative des BMUV)

Barrierefreiheit

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