- Intervention
- Kunst im öffentlichen Raum
Küchen Kabine
William Winter / Ana Santos
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr
Sa., 04.07. 13:00 - 20:00 Uhr
So., 05.07. 13:00 - 19:00 Uhr
Wie wirken, interagieren und transformieren die Objekte, die wir als Abfall betrachten, weiterhin unsere Umwelt?
In einer Stadt, die von ständigem Wandel geprägt ist, untersucht Küchen Kabine die verborgenen Lebenszyklen urbaner Abfallmaterialien. Das Projekt entstand aus der Beobachtung, dass Berliner Stadtviertel im Wandel oft typische deutsche Sanitärkeramiken zurücklassen. Diese Objekte waren einst Teil privater Wohnräume und werden heute entfernt, häufig, weil ihr ursprüngliches Design nicht mehr als passend oder wünschenswert gilt.
Küchen Kabine verwandelt diese zurückgewonnenen Objekte in neue, funktionale Geschirrteile. Das Material durchläuft einen sorgfältigen keramischen Prozess, einschließlich Auswahl, professioneller Reinigung und Desinfektion, Schneiden, Umformen, Hochtemperaturbrennen, Glasieren und Nachbearbeitung. Was einst Teil einer intimen häuslichen Infrastruktur war, tritt nun wieder in den zirkulierenden sozialen Raum ein.
Auf diesen Gefäßen werden kleine Portionen Saucen serviert, die von uns aus nachhaltigen, regionalen oder überschüssigen Zutaten zubereitet werden. Die Besucher:innen sind eingeladen, die Saucen zu probieren, wodurch das Verkosten zu einer partizipativen Erkundung von Transformation wird, nicht nur der Zutaten, sondern auch der Materie selbst.
Das Projekt reflektiert die Vitalität von Materialien und die Verflechtung menschlicher und nicht-menschlicher Kräfte. Das Material wird nicht als Abfall betrachtet, sondern als aktives Element, eingebettet in ökologische, soziale und ästhetische Systeme. Es hinterfragt subtil kulturell geprägte Kategorien wie sauber und schmutzig, innen und außen, privat und öffentlich. Durch die Umwandlung dieser Objekte in funktionale keramische Kunstwerke wird die Grenze zwischen Abfall, Nutzen und ästhetischem Wert spielerisch neu ausgelotet.
Das Projekt richtet sich an Menschen jeden Alters und lädt dazu ein, zu erkunden, wie Materialien gemeinsame Erfahrungen mitgestalten.
In einer Stadt, die von ständigem Wandel geprägt ist, untersucht Küchen Kabine die verborgenen Lebenszyklen urbaner Abfallmaterialien. Das Projekt entstand aus der Beobachtung, dass Berliner Stadtviertel im Wandel oft typische deutsche Sanitärkeramiken zurücklassen. Diese Objekte waren einst Teil privater Wohnräume und werden heute entfernt, häufig, weil ihr ursprüngliches Design nicht mehr als passend oder wünschenswert gilt.
Küchen Kabine verwandelt diese zurückgewonnenen Objekte in neue, funktionale Geschirrteile. Das Material durchläuft einen sorgfältigen keramischen Prozess, einschließlich Auswahl, professioneller Reinigung und Desinfektion, Schneiden, Umformen, Hochtemperaturbrennen, Glasieren und Nachbearbeitung. Was einst Teil einer intimen häuslichen Infrastruktur war, tritt nun wieder in den zirkulierenden sozialen Raum ein.
Auf diesen Gefäßen werden kleine Portionen Saucen serviert, die von uns aus nachhaltigen, regionalen oder überschüssigen Zutaten zubereitet werden. Die Besucher:innen sind eingeladen, die Saucen zu probieren, wodurch das Verkosten zu einer partizipativen Erkundung von Transformation wird, nicht nur der Zutaten, sondern auch der Materie selbst.
Das Projekt reflektiert die Vitalität von Materialien und die Verflechtung menschlicher und nicht-menschlicher Kräfte. Das Material wird nicht als Abfall betrachtet, sondern als aktives Element, eingebettet in ökologische, soziale und ästhetische Systeme. Es hinterfragt subtil kulturell geprägte Kategorien wie sauber und schmutzig, innen und außen, privat und öffentlich. Durch die Umwandlung dieser Objekte in funktionale keramische Kunstwerke wird die Grenze zwischen Abfall, Nutzen und ästhetischem Wert spielerisch neu ausgelotet.
Das Projekt richtet sich an Menschen jeden Alters und lädt dazu ein, zu erkunden, wie Materialien gemeinsame Erfahrungen mitgestalten.
Kurz-Bio
William Winter / Ana Santos
William Winter (geb. 1985, Chicago, USA). Als Musiker in der Post-Punk- und Noise-Rock-Szene entwickelte er ein frühes Interesse an urbanen Materialien und Fundstücken. Seine künstlerische Praxis kombiniert Skulptur, Installation und performative Aktionen, oft mit humorvoller Reflexion über häusliche Ästhetik, Industrieobjekte und urbane Transformationen.
Ana Santos (geb. 1992, Portugal). Beeinflusst von Design, Anthropologie und Kunst ist ihre Praxis von Natur aus multidisziplinär. Sie beteiligt sich aktiv an der fortlaufenden Aushandlung von Fertigkeit, Wahrnehmung und Verkörperung und zeigt, wie Körper, Dinge und Technologien ineinandergreifen, um neue Formen des Verstehens und Erlebens zu ermöglichen.
Ana Santos (geb. 1992, Portugal). Beeinflusst von Design, Anthropologie und Kunst ist ihre Praxis von Natur aus multidisziplinär. Sie beteiligt sich aktiv an der fortlaufenden Aushandlung von Fertigkeit, Wahrnehmung und Verkörperung und zeigt, wie Körper, Dinge und Technologien ineinandergreifen, um neue Formen des Verstehens und Erlebens zu ermöglichen.