- Fotografie
What Remains? Traces of Culture and Belonging
Médine Tidou
Fr., 03.07. 19:00 - 22:30 Uhr
Sa., 04.07. 12:00 - 17:00 Uhr
So., 05.07. 12:00 - 17:00 Uhr
Die Ausstellung „What Remains? – Traces of Culture and Belonging“ versammelt Werkreihen der Fotografin Médine Tidou, die die komplexen Beziehungen zwischen kultureller Identität, Verortung, Historie und Zugehörigkeit erkunden.
Durch Porträts, Artefakte und räumliche Inszenierungen untersuchen die Bilder, wie Menschen in unterschiedlichen Kontexten Kultur in sich tragen, praktizieren und immer wieder neu interpretieren. Médine Tidou Interesse liegt dabei auf westafrikanischen Gesellschaften sowie der Afro-Diaspora in Europa.
In den Fotografien erscheint Kultur nicht als etwas Statisches, vielmehr befindet sie sich in einem fortwährenden Prozess der Veränderung – über (Landes-)Grenzen und Generationen hinweg. Besonders die Kulturen marginalisierter Gruppen, die sich aus unterschiedlichen Gründen immer wieder mit Auslöschungsversuchen konfrontiert sehen, manifestieren sich in Sprache, Stoffen, Architektur, Gerichten und vielen weiteren Ausdrucksformen des Alltags.
Médine Tidou richtet ihre Kamera auf Orte und Situationen, die von kolonialen Machtverhältnissen geprägt sind. Einige der ausgewählten Werke zeigen koloniale
Gebäude – architektonische Strukturen, die nicht für die Menschen gebaut wurden, die sie heute bewohnen. Doch in jedem Bild eignen sich die Porträtierten diesen Raum erneut an und schreiben ihn durch ihre Präsenz um. Sie bringen hier eine gelebte Kultur zum Ausdruck, die diese Orte neu besetzt und ihre Bedeutungen verschiebt. Ihre Präsenz fordert dazu auf, diese ehemals gewaltvollen Räume neu zu lesen.
Gerade im Berlin Global Village, einem Ort, an dem zahlreiche migrantisch-diasporische Organisationen zusammenkommen und Fragen globaler Gerechtigkeit verhandelt werden, entfalten diese Arbeiten eine besondere Resonanz. Die Ausstellung liefert jedoch keine einfachen Antworten. Stattdessen eröffnet sie Räume zum Nachdenken darüber, was wir mit uns tragen, was wir erben, was wir wählen, was verschwindet – und was bleibt.
Durch Porträts, Artefakte und räumliche Inszenierungen untersuchen die Bilder, wie Menschen in unterschiedlichen Kontexten Kultur in sich tragen, praktizieren und immer wieder neu interpretieren. Médine Tidou Interesse liegt dabei auf westafrikanischen Gesellschaften sowie der Afro-Diaspora in Europa.
In den Fotografien erscheint Kultur nicht als etwas Statisches, vielmehr befindet sie sich in einem fortwährenden Prozess der Veränderung – über (Landes-)Grenzen und Generationen hinweg. Besonders die Kulturen marginalisierter Gruppen, die sich aus unterschiedlichen Gründen immer wieder mit Auslöschungsversuchen konfrontiert sehen, manifestieren sich in Sprache, Stoffen, Architektur, Gerichten und vielen weiteren Ausdrucksformen des Alltags.
Médine Tidou richtet ihre Kamera auf Orte und Situationen, die von kolonialen Machtverhältnissen geprägt sind. Einige der ausgewählten Werke zeigen koloniale
Gebäude – architektonische Strukturen, die nicht für die Menschen gebaut wurden, die sie heute bewohnen. Doch in jedem Bild eignen sich die Porträtierten diesen Raum erneut an und schreiben ihn durch ihre Präsenz um. Sie bringen hier eine gelebte Kultur zum Ausdruck, die diese Orte neu besetzt und ihre Bedeutungen verschiebt. Ihre Präsenz fordert dazu auf, diese ehemals gewaltvollen Räume neu zu lesen.
Gerade im Berlin Global Village, einem Ort, an dem zahlreiche migrantisch-diasporische Organisationen zusammenkommen und Fragen globaler Gerechtigkeit verhandelt werden, entfalten diese Arbeiten eine besondere Resonanz. Die Ausstellung liefert jedoch keine einfachen Antworten. Stattdessen eröffnet sie Räume zum Nachdenken darüber, was wir mit uns tragen, was wir erben, was wir wählen, was verschwindet – und was bleibt.
Kurz-Bio
Médine Tidou
Médine Tidou ist eine in Berlin lebende Fotografin, deren Arbeit an der Schnittstelle von Fotografie, kultureller Identität und diasporischer Erinnerung angesiedelt ist. In ihren langfristig angelegten fotografischen Serien untersucht sie Migration, Sichtbarkeit und Zugehörigkeit aus einer dekolonialen Perspektive. Dabei verbindet ihre Arbeit künstlerische Fotografie mit dokumentarischer Recherche und konzeptuellen Ansätzen und setzt sich häufig mit Themen wie Migration, Postmemory und kultureller Identität auseinander.