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No Final Form

Polina Zagumenova

Barrierefreier Zugang Barrierefreie Toilette
Sa., 04.07. 12:00 - 22:00 Uhr
No Final Form ist ein fortlaufendes Plakatprojekt, das als visuelles Tagebuch funktioniert — ein Prozess des Beobachtens, Festhaltens und Übersetzens innerer Zustände in grafische Form. Anstelle klarer Aussagen oder abgeschlossener Bedeutungen stehen Offenheit, Veränderung und Unbeständigkeit im Mittelpunkt der Arbeit. Jedes Plakat hält einen momentanen Zustand fest — emotional, wahrnehmungsbezogen oder räumlich. Typografie und abstrakte Formen werden nicht als Informationsträger verstanden, sondern als expressives Material. Die Kompositionen entstehen aus einem intuitiven Umgang mit Rhythmus, Spannung, Balance und Bewegung und bewegen sich zwischen Kontrolle und Zufall, Struktur und Auflösung. Das Projekt verweigert sich der Idee eines „finalen“ Bildes. Stattdessen wächst es kontinuierlich weiter und sammelt visuelle Fragmente, die persönliche Erfahrungen ohne lineare Erzählung widerspiegeln. Diese Offenheit ermöglicht den Betrachtenden, eigene Assoziationen und Lesarten zu entwickeln. Für 48 Stunden Neukölln ist No Final Form als dichte Wandinstallation konzipiert. Fünfzehn Plakate werden in drei Reihen zu je fünf Arbeiten als geschlossenes visuelles Feld präsentiert. Die Werke funktionieren sowohl einzeln als auch im Zusammenspiel und erzeugen durch Wiederholung und Variation einen rhythmischen Gesamtzustand. Im Kontext von Neukölln — einem Stadtteil, der von ständiger Veränderung, Vielfalt und Übergängen geprägt ist — spiegelt No Final Form das Fehlen fixer Formen und endgültiger Zustände wider. Die Installation lädt dazu ein, die Wand intuitiv zu lesen, zu durchqueren und wahrzunehmen — nicht erklärend, sondern erfahrend.

Kurz-Bio

Polina Zagumenova

Polina Zagumenova ist eine in Berlin lebende Grafikdesignerin und visuelle Künstlerin. In ihrer Arbeit erforscht sie Typografie und abstrakte Formen als Mittel zur Darstellung emotionaler Zustände und subjektiver Wahrnehmung. Ihre Praxis verbindet digitales Design mit experimentellen Ansätzen und versteht Gestaltung als offenen, fortlaufenden Prozess. Ihre Arbeiten entstehen häufig seriell und funktionieren als visuelles Tagebuch — als Sammlung momentaner Eindrücke, Spannungen und Rhythmen des Alltags. Beeinflusst von urbanem Raum, zeitgenössischer Kultur und persönlichen Erfahrungen laden ihre Arbeiten zur intuitiven Auseinandersetzung ein und vermeiden eindeutige Interpretationen.

Ort

Harzer Str. 39
12059 Berlin
Deutschland

FabLab Neukölln

Kontakt

+49 157 58246166

Barrierefreiheit

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