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shame on me
Julie Matthees
Fr., 03.07. 19:00 - So., 05.07. 19:00
"shame on me" ist eine interdisziplinäre künstlerische Auseinandersetzung mit dem Gefühl der Scham. Anhand von fotografischen, filmischen und forschungsbasierten Arbeiten werden die persönlichen und sozialen Dimensionen von Scham untersucht. Ziel ist es, einen Raum für Reflexion zu schaffen, der zur kritischen Auseinandersetzung mit den eigenen Schamgefühlen anregt. Scham entsteht, wenn wir glauben, gegen soziale Normen verstoßen oder bloßgestellt worden zu sein. Problematisch wird es, wenn Menschen Scham für Dinge empfinden, für die es keinen Grund gibt – ein Phänomen, das insbesondere marginalisierte Gruppen betrifft –, denn dann kann Scham zu einem Instrument der Macht werden. Die Arbeit diskutiert, ob es eine Alternative zu unserem derzeitigen Leben mit Scham gibt. Was passiert, wenn wir Scham zulassen, wenn wir gegen soziale Normen verstoßen, als queerefeministische Handlung gegen die patriarchalische Gesellschaft, in der wir leben? Kann eine Auseinandersetzung mit unseren Emotionen, insbesondere mit Scham, vielleicht ein Instrument sein, um Hierarchien und Mechanismen der Unterdrückung abzubauen?
Kurz-Bio
Julie Matthees
Julie Matthées (they/them) wurde in Berlin geboren und studierte von 2020-2026 Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel. Seit 2023 ist Julie Stipendiat:in der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2021 übernahm Julie Matthées Regie für den Kurzfilm Ein erwachsener Fötus liebt dich, der unteranderem auf dem Dokfest Kassel für den Goldenen Herkules nominiert war. Als Künstler:in war Julie Matthées an mehreren Gruppenausstellungen beteiligt, unter anderem in der Ausstellungshalle der Kunsthochschule Kassel, sowie im Kunsttempel Kassel im Januar 2024 bei der Ausstellung Unsichere Geschichte. Von Oktober 2024 bis Januar 2025 war they als Resident im Filmhaus Basel. Julie arbeitet überwiegend autosoziobiografisch und setzt sich mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander.