- Bildende Kunst
- Fotografie
- Installation
Weltspiegel
Stephan Groß
Fr., 03.07. 19:00 - 23:59 Uhr
Sa., 04.07. 16:00 - 23:59 Uhr
So., 05.07. 16:00 - 19:00 Uhr
"Weltspiegel" ist eine Mixed Media Installation, die die Begriffe des Innen und Außen verrätselt mithilfe verschiedener künstlerischer Techniken. An dem titelgebenden Collageobjekt zeigt sich, wie das Eigene das Fremde durchdringen und zugleich verdecken kann. Ein halber Globus klebt an einem Spiegel: die Nordhalbkugel sichtbar, die Südhalbkugel nur als wiederkehrende Projektion. Das Spiegelbild verweist auf die Mechanismen, durch die Wahrnehmung geformt und Grenzen gezogen werden – nicht als Linien, sondern als fortwährende Verschiebungen zwischen Innen und Außen.
Eine Fotocollage verdichtet diese Dynamik weiter: die Bewegung eines Balletts trifft auf gequälte Tiere der Massentierhaltung. Schönheit und Gewalt verschränken sich, die Distanz zwischen Zuschauen und Mitfühlen wird spürbar. Gleichzeitig markieren Typografie und Lichtschriften – „überwind“, „BLAME ME“, „DENKORT“ – Orte des Fortschritts, der Verantwortung und der Reflexion, in einem Raum, der sich gegen Ausgrenzung und Antisemitismus positioniert.
Im Kontext des Festivalthemas „OUT/SIDE/IN“ erscheinen Grenzen hier nicht als Ende, sondern als Schnittstellen. Innen und Außen korrespondieren, wirken aufeinander zurück und verändern sich. „Weltspiegel“ öffnet diese Räume, ohne Antworten vorzugeben, und lädt dazu ein, über Macht, Zugehörigkeit und die eigenen Projektionen nachzudenken.
Eine Fotocollage verdichtet diese Dynamik weiter: die Bewegung eines Balletts trifft auf gequälte Tiere der Massentierhaltung. Schönheit und Gewalt verschränken sich, die Distanz zwischen Zuschauen und Mitfühlen wird spürbar. Gleichzeitig markieren Typografie und Lichtschriften – „überwind“, „BLAME ME“, „DENKORT“ – Orte des Fortschritts, der Verantwortung und der Reflexion, in einem Raum, der sich gegen Ausgrenzung und Antisemitismus positioniert.
Im Kontext des Festivalthemas „OUT/SIDE/IN“ erscheinen Grenzen hier nicht als Ende, sondern als Schnittstellen. Innen und Außen korrespondieren, wirken aufeinander zurück und verändern sich. „Weltspiegel“ öffnet diese Räume, ohne Antworten vorzugeben, und lädt dazu ein, über Macht, Zugehörigkeit und die eigenen Projektionen nachzudenken.
Kurz-Bio
Stephan Groß
Der in Berlin lebende Künstler Stephan Groß studierte Bildende Kunst und Mathematik an der Universität Bremen, unter anderem bei Frieder Nake. Seine Filme wurden im ZKM Karlsruhe, im FACT Liverpool und auf dem Internationalen Kurzfilmfestival Hamburg gezeigt.
In Installationen, Objekten und bildbasierten Arbeiten untersucht er Machtstrukturen, Blickregime und kulturelle Projektionen. Zentrale Themen sind historische Kontinuitäten, Ambivalenzen von Fortschritt sowie das Spannungsverhältnis von Ästhetik und Gewalt.
Groß arbeitet häufig mit Spiegelungen, Überlagerungen und Brüchen, um scheinbar stabile Ordnungen zu irritieren und das Verhältnis von Innen und Außen, Eigenem und Anderem neu zur Disposition zu stellen. Seine Arbeiten fordern eine kritische, selbstreflexive Wahrnehmung heraus.
In Installationen, Objekten und bildbasierten Arbeiten untersucht er Machtstrukturen, Blickregime und kulturelle Projektionen. Zentrale Themen sind historische Kontinuitäten, Ambivalenzen von Fortschritt sowie das Spannungsverhältnis von Ästhetik und Gewalt.
Groß arbeitet häufig mit Spiegelungen, Überlagerungen und Brüchen, um scheinbar stabile Ordnungen zu irritieren und das Verhältnis von Innen und Außen, Eigenem und Anderem neu zur Disposition zu stellen. Seine Arbeiten fordern eine kritische, selbstreflexive Wahrnehmung heraus.