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  • Perspective

Fiction makes me nauseous

Kira Dell & Laura Seidel

Barrierefreier Zugang
Fr., 03.07. 19:00 - Sa., 04.07. 00:00 Sa., 04.07. 12:00 - So., 05.07. 00:00 So., 05.07. 12:00 - 19:00 Uhr
Fiction makes me nauseous ist ein von Kira Dell und Laura Seidel kuratiertes Projekt im Neukölln Speicher, das eine Ausstellung mit einer Performance-Reihe über die 48 Stunden des Festivals verbindet. In Zusammenarbeit mit dem Szenografen Franz Thöricht entsteht ein räumliches Setting für zehn künstlerische Positionen, die persönliche Geschichten, theoretisches Denken und gesellschaftliche Fragen miteinander verschränken: Mina Amiri Kalvøy, Lena Ditte Nissen, Felix Deiters, Agnė Jokšė, Areez Katki, Alexey Kokhanov, Julie Legouz, Melanie Jame Wolf, Mila Panić und Helena Uambembe.

Immer mehr bildende Künstler*innen nutzen Methoden der Autotheorie, Autoethnografie und Biomythografie, um persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Fragen zu verknüpfen. Warum ist Gesellschaftsanalyse aus der Ich-Perspektive relevant und wie ist das persönliche Innenleben mit einem größeren Außen verwoben?

Autotheoretische Erzählweisen werden oft kritisch diskutiert, etwa mit Blick auf die Gefahr, komplexe theoretische Diskurse zu vereinfachen. Fiction makes me nauseous fragt jedoch nach den Potenzialen dieser Formen des Erzählens - gerade in einer Gegenwart, die von Polarisierung und einem schwindenden Verständnis für andere Lebensrealitäten geprägt ist. Im Anschluss an das Konzept, dass das Private politisch ist, lassen sich die Geschichten intersektionaler Feminismen nicht ohne die Verschränkung von Selbstbefragung, Theorie und gesellschaftlicher Analyse denken.

Kurz-Bio

Kira Dell & Laura Seidel

Laura Seidel und Kira Dell arbeiten seit 2018 gemeinsam als kuratorisches Duo und haben unter anderem Ausstellungen im Künstlerhaus Bethanien, Berlin, oder der Galerie Historischer Keller, Berlin, realisiert. Im April 2021 haben sie den Projektraum Neun Kelche gegründet und betreiben diesen gemeinsam als Künstlerisches Leitungsduo. Sie fokussieren sich auf machtkritische und intersektionale Perspektiven, autotheoretische künstlerische Methoden und planetare Perspektiven und hinterfragen dabei stets die Arbeitsstrukturen des Kunstbetriebs. Sie haben beide Kunstgeschichte und Kulturanthropologie studiert und verbinden diese Perspektiven in ihrem kuratorischen Ansatz.

Ort

Ziegrastraße 1
12057 Berlin
Deutschland

Neukölln Speicher

Barrierefreiheit

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