- Perspective
Excessive romanticism
Zuzanna Tetera
Fr., 03.07. 19:00 - So., 05.07. 16:00
Die Ausstellung geht auf David Rieffs These zurück, wonach das Vergessen schädlich für die Vergangenheit, das Erinnern jedoch schädlich für die Gegenwart sein kann. Die Gegenüberstellung dieser These mit der Lyrik von Wisława Szymborska, die den Krieg aus der Perspektive des Alltags schildert, eröffnet eine Reflexion darüber, was die Geschichte offenbart und was sie verschweigt.
Ausgangspunkt war der persönliche Versuch, die Geschichte einer im Jahr 1945 ermordeten Frau zu ergründen. Widersprüchliche Quellen, unklare Fakten und die Ungewissheit über ihre Herkunft warfen Fragen nach dem Recht auf, eine Bindung zu jemandem aufzubauen, den wir nur aus Informationsfragmenten kennen. Diese Suche verdeutlichte, wie wandelbar und manipulationsanfällig das Gedächtnis sein kann – insbesondere im Kontext der immer häufigeren Versuche einer politischen Vereinnahmung der Vergangenheit.
Die eingeladenen Künstlerinnen (Dominika Kowynia, Anna Jarosz, Dorota Nieznalska, Monika Drożyńska, Izabella Gustowska und Joanna Piotrowska) beziehen sich auf Erinnerung, Identität und Alltagserfahrungen, insbesondere jene von Frauen. In ihren Werken thematisieren sie Fragen der moralischen Ambiguität, der Frauengeschichte, der Gewalt, der nationalen Symbolik sowie das Wesen der Erinnerung und der emotionalen Zerbrechlichkeit.
Gemeinsam erschaffen sie eine Erzählung darüber, wie persönliche und kollektive Narrative miteinander verflochten sind, wie die Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst und wie leicht man der Versuchung erliegt, Geschichten eine Bedeutung zuzuschreiben, die sich selbst nicht mehr wehren können.
Ausgangspunkt war der persönliche Versuch, die Geschichte einer im Jahr 1945 ermordeten Frau zu ergründen. Widersprüchliche Quellen, unklare Fakten und die Ungewissheit über ihre Herkunft warfen Fragen nach dem Recht auf, eine Bindung zu jemandem aufzubauen, den wir nur aus Informationsfragmenten kennen. Diese Suche verdeutlichte, wie wandelbar und manipulationsanfällig das Gedächtnis sein kann – insbesondere im Kontext der immer häufigeren Versuche einer politischen Vereinnahmung der Vergangenheit.
Die eingeladenen Künstlerinnen (Dominika Kowynia, Anna Jarosz, Dorota Nieznalska, Monika Drożyńska, Izabella Gustowska und Joanna Piotrowska) beziehen sich auf Erinnerung, Identität und Alltagserfahrungen, insbesondere jene von Frauen. In ihren Werken thematisieren sie Fragen der moralischen Ambiguität, der Frauengeschichte, der Gewalt, der nationalen Symbolik sowie das Wesen der Erinnerung und der emotionalen Zerbrechlichkeit.
Gemeinsam erschaffen sie eine Erzählung darüber, wie persönliche und kollektive Narrative miteinander verflochten sind, wie die Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst und wie leicht man der Versuchung erliegt, Geschichten eine Bedeutung zuzuschreiben, die sich selbst nicht mehr wehren können.
Kurz-Bio
Zuzanna Tetera
Absolventin der Kuratorik und Kunsttheorie an der Magdalena-Abakanowicz-Universität der Künste in Posen.
In ihrer kuratorischen Praxis konzentriert sie sich auf die Erfahrung der Betrachter und stellt deren Perspektive in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Bei der Konzeption von Ausstellungen nutzt sie performative und evokative Methoden der Autoethnografie und überträgt diese Theorien in den Rahmen der Ausstellungs- und Kuratorenpraxis.
Sie ist als Kuratorin von Ausstellungen sowie als Produzentin von Kultur- und Kunstveranstaltungen tätig. Seit 2024 leitet sie den unabhängigen Ausstellungsraum Złącze in Posen, in dem sie Werke führender polnischer Gegenwartskünstler präsentiert iund dabei verschiedene Generationen der Kunstszene miteinander vernetzt.
In ihrer kuratorischen Praxis konzentriert sie sich auf die Erfahrung der Betrachter und stellt deren Perspektive in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Bei der Konzeption von Ausstellungen nutzt sie performative und evokative Methoden der Autoethnografie und überträgt diese Theorien in den Rahmen der Ausstellungs- und Kuratorenpraxis.
Sie ist als Kuratorin von Ausstellungen sowie als Produzentin von Kultur- und Kunstveranstaltungen tätig. Seit 2024 leitet sie den unabhängigen Ausstellungsraum Złącze in Posen, in dem sie Werke führender polnischer Gegenwartskünstler präsentiert iund dabei verschiedene Generationen der Kunstszene miteinander vernetzt.