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48 mal warten

Natalia Irina Roman

Barrierefreier Zugang
Fr., 28.06. 19:00 – So., 30.06. 19:00
»48 mal warten« ist eine mixed-media-Installation, die die vielen Facetten des Wartens in Neukölln künstlerisch mit Bild und Text und in Kooperation mit der BVG erforscht. Darüber hinaus ist es eine Arbeit über das Warten und die Stille mitten im U-Bahn-Lärm der Stadt.

Der Fokus der Arbeit liegt auf den vielfältigen Geschichten und Menschen, die in Neukölln auf die eine oder andere Weise warten. Wer wartet in Neukölln? Worauf warten sie? Inwiefern ist das Warten auf die U-Bahn anders als das Warten auf ein kommendes Ereignis? Inwiefern geht mit dem Warten ein Zustand der Unsicherheit einher? Was macht man während des Wartens? Passiert das Warten im Stillen oder ist es dabei laut? Hat das Warten eine Poesie? Was sind Zugabfertigerräume der BVG? Was steckt in diesen Räumen? Inwiefern können sie die alltägliche Bahnfahrt verändern? Inwiefern können sie eine neue Funktion als Kunstorte bekommen? Welche Möglichkeiten stecken in diesen Orten – für eine Stadt wie Berlin sowie deren Reisende? 48 Menschen beantworten diesen Fragen in Neukölln.

Die Zugabfertigerräume der BVG repräsentieren eine vielfältige Architektur. Sie wurden zu verschiedenen Zeiten erbaut und an die Architektur der Bahnhöfe angepasst. Stillgelegt vor 20 Jahren dienen sie nun teilweise Mitarbeiter*innen der BVG – wie Kontrolleur*innen, Sicherheitspersonal und Zugführer*innen – als Rückzugsort: mitten auf dem Bahnsteig, zwischen den Wartenden. Viele werden aber auch nicht genutzt. Warten die zahlreichen ungenutzten Zugabfertigerräume auf ein neues, künstlerisches Leben?

Das Begleitprogramm zum Projekt beinhaltet eine partizipative Aktion im Bahnbereich mit dem Titel »warten lernen«. Durch dieses wird das Publikum zu einer kollektiven Warteübung eingeladen. Die Aktion findet am U-Bahn Rathaus Neukölln am 29. Juni 14 Uhr statt (bringt ein kleines Literaturbuch mit). Meeting Point: 13:50 Uhr vor CANK.

Kurz-Bio

Natalia Irina Roman

Künstlerin, Stadtforscherin, seit 2006 in Berlin. Hintergrund: Bildende Kunst, Public Policy, künstlerische Forschung. Solo- und Gruppenausstellungen in Deutschland und im Ausland (Auswahl): "in-ner transit", ortsspezifische Installation, RCI New York City (2024); "Invisible Strings", partizipative Installation im öffentlichen Raum für das Berliner Urbane Netzwerk (2023); Installationen für die Reinbeckhallen, Kunst am Spreeknie (2014), für den Prachtsaal Neukölln (2012) und die Peter-Behrens-Halle (2010). Initiative Along the Lines (seit 2017): Transformation von Stellwerken in Kunstorte für Bahnreisende in Koop. mit DB (HKF-Finanzierung); in diesem Rahmen entstand Kunst im öffentl. Raum sowie Universitätskurse an der Bauhaus Uni Weimar und der UDK Berlin. Instagram: @sitespecificideas

Ort

Karl-Marx-Straße 83
12043 Berlin
Deutschland

Zugabfertigerraum am U-Bahnhof Rathaus Neukölln

Barrierefreiheit

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