- Installation
Ein Zuhause nähen
Madina Rasulzoda
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr
Sa., 04.07. 14:00 - 22:00 Uhr
So., 05.07. 14:00 - 19:00 Uhr
Ein Zuhause nähen beginnt damit, den Körper in einen unbekannten Ort eintreten zu lassen. Nach dem Umzug nimmt die Künstlerin ihre Umgebung nicht über Sprache, sondern durch Gehen, Atmen, Berühren und Sammeln wahr. Bei meditativen Spaziergängen durch Leipzig, Frankfurt, Karlsruhe und Berlin/Brandenburg sammelt sie Pflanzenproben – stille Begleiter, die sich langsam in den Alltag einfügen und erste Schritte des Heimischwerdens markieren.
Der Körper wird zum Zentrum der Aushandlung, trägt Erinnerungen, Gewohnheiten und Gesten aus früheren Landschaften in sich. Zwischen Bekanntem und Neuem entsteht Reibung, dann Schichtung: Alte und neue Erfahrungen bestehen nebeneinander, lagern sich als Empfindungen und verkörpertes Wissen ab. Dieser Zwischenraum bildet den Kern des Projekts.
Ausgehend von zentralasiatischen Textiltraditionen Tadschikistans übersetzt die Künstlerin die neu gesammelte Flora in die symbolische Sprache von Suzani- und Zardozi-Stickerei. Lokale Pflanzen werden zu Motiven, die soziale und emotionale Bedeutung tragen. Körperliche Wahrnehmung, Bewegung und Stimmung prägen die Symbole.
Die Arbeit zeigt sich als textile Installation: weiche Seide, gepolstert mit Baumwolle – der Pflanze, die das Herkunftsland der Künstlerin verbindet. Wie eine Decke vermittelt sie Geborgenheit, Schutz und Fürsorge. Jede Collage-Phase steht für das Entstehen von Verbundenheit und übersetzt Bewegung, Erinnerung und Landschaft in tastbare Form.
Ein Zuhause nähen reflektiert Migration, Zugehörigkeit und den Körper als Träger von Heimat. Es fragt, wie Komfort und Vertrautheit durch Bewegung, materielle Praxis und neue Bedeutungen in unbekannten Räumen entstehen können.
Der Körper wird zum Zentrum der Aushandlung, trägt Erinnerungen, Gewohnheiten und Gesten aus früheren Landschaften in sich. Zwischen Bekanntem und Neuem entsteht Reibung, dann Schichtung: Alte und neue Erfahrungen bestehen nebeneinander, lagern sich als Empfindungen und verkörpertes Wissen ab. Dieser Zwischenraum bildet den Kern des Projekts.
Ausgehend von zentralasiatischen Textiltraditionen Tadschikistans übersetzt die Künstlerin die neu gesammelte Flora in die symbolische Sprache von Suzani- und Zardozi-Stickerei. Lokale Pflanzen werden zu Motiven, die soziale und emotionale Bedeutung tragen. Körperliche Wahrnehmung, Bewegung und Stimmung prägen die Symbole.
Die Arbeit zeigt sich als textile Installation: weiche Seide, gepolstert mit Baumwolle – der Pflanze, die das Herkunftsland der Künstlerin verbindet. Wie eine Decke vermittelt sie Geborgenheit, Schutz und Fürsorge. Jede Collage-Phase steht für das Entstehen von Verbundenheit und übersetzt Bewegung, Erinnerung und Landschaft in tastbare Form.
Ein Zuhause nähen reflektiert Migration, Zugehörigkeit und den Körper als Träger von Heimat. Es fragt, wie Komfort und Vertrautheit durch Bewegung, materielle Praxis und neue Bedeutungen in unbekannten Räumen entstehen können.
Kurz-Bio
Madina Rasulzoda
Madina entwickelt eine interdisziplinäre Praxis, die Identität, Zugehörigkeit und Erinnerung durch dekoloniale Perspektiven erforscht. Sie arbeitet partizipativ und relational, nutzt unterschiedliche Medien und Materialien und schafft so Räume für kollektive Narrationen. Ihre Arbeit reflektiert Migrationserfahrungen, Trauer, Sehnsucht und Verbundenheit und untersucht, wie individuelle und gemeinschaftliche Geschichten durch kreative Prozesse sichtbar und erfahrbar werden.