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Going Feral
Marina Valls, Ana Martín Annsofie Jonsson + Håkan Jonsson, aka HUGSTEN, Camille Moreno, Monika Berstis, Saioa Arellano, Aaron Jack, Jessica Dahlheim, Tahian Bhering, Lisa Gratzke, & Janin Walter
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr
Sa., 04.07. 14:00 - 20:00 Uhr
Um verwildert zu sein, muss etwas zuvor domestiziert worden sein – und um domestiziert zu sein, muss es einst als wild gegolten haben.
Wildheit wird hier als ein Zustand verstanden, der durch Grenzüberschreitung und Ambivalenz definiert ist – zwischen dem Geplanten und dem Improvisierten, dem Regulierten und dem Ungezähmten, dem Gepflegten und dem Zufälligen.
Der Begriff des „Verwilderten“ offenbart, dass Wildheit keine natürliche Kategorie, sondern ein relationales und soziales Konstrukt ist.
Das Verwilderte beschreibt daher keinen ursprünglichen Zustand, sondern eine Bewegung zwischen diesen Kategorien. Es markiert den Moment, in dem etablierte Ordnungen zu bröckeln beginnen und die Unterscheidung zwischen wild und domestiziert instabil wird.
„Wild“ kennzeichnet den Punkt, an dem Organismen, Systeme oder Verhaltensweisen der menschlichen Kontrolle entgehen und zu Orten ökologischer, kultureller und politischer Instabilität werden. In der Biologie beschreibt Verwilderung, wie sich domestizierte Arten verändern, sobald sie der menschlichen Kontrolle entgleiten, wodurch die Unterscheidung zwischen wild und domestiziert verschwimmt und ein „ethisches Vakuum“ in ihrem Umgang offenbart wird. In den Geisteswissenschaften fungiert Wildheit als kritische Kategorie.
Es stellt normative Strukturen in Frage und widersetzt sich etablierten Vorstellungen von Verhalten, Geschlecht, Pädagogik und Wissensproduktion. Postkoloniale und stadttheoretische Ansätze erweitern das Konzept auf Infrastrukturen und Städte, die sich der Kontrolle entziehen und unbeabsichtigte, oft widersprüchliche Folgen haben.
Aus diesen Perspektiven heraus offenbart die Wildheit – oder deren Fehlen – die Grenzen menschlicher Steuerung und verweist auf hybride Ökosysteme, außer Kontrolle geratene Systeme und alternative Formen des Handelns.
Wildheit wird hier als ein Zustand verstanden, der durch Grenzüberschreitung und Ambivalenz definiert ist – zwischen dem Geplanten und dem Improvisierten, dem Regulierten und dem Ungezähmten, dem Gepflegten und dem Zufälligen.
Der Begriff des „Verwilderten“ offenbart, dass Wildheit keine natürliche Kategorie, sondern ein relationales und soziales Konstrukt ist.
Das Verwilderte beschreibt daher keinen ursprünglichen Zustand, sondern eine Bewegung zwischen diesen Kategorien. Es markiert den Moment, in dem etablierte Ordnungen zu bröckeln beginnen und die Unterscheidung zwischen wild und domestiziert instabil wird.
„Wild“ kennzeichnet den Punkt, an dem Organismen, Systeme oder Verhaltensweisen der menschlichen Kontrolle entgehen und zu Orten ökologischer, kultureller und politischer Instabilität werden. In der Biologie beschreibt Verwilderung, wie sich domestizierte Arten verändern, sobald sie der menschlichen Kontrolle entgleiten, wodurch die Unterscheidung zwischen wild und domestiziert verschwimmt und ein „ethisches Vakuum“ in ihrem Umgang offenbart wird. In den Geisteswissenschaften fungiert Wildheit als kritische Kategorie.
Es stellt normative Strukturen in Frage und widersetzt sich etablierten Vorstellungen von Verhalten, Geschlecht, Pädagogik und Wissensproduktion. Postkoloniale und stadttheoretische Ansätze erweitern das Konzept auf Infrastrukturen und Städte, die sich der Kontrolle entziehen und unbeabsichtigte, oft widersprüchliche Folgen haben.
Aus diesen Perspektiven heraus offenbart die Wildheit – oder deren Fehlen – die Grenzen menschlicher Steuerung und verweist auf hybride Ökosysteme, außer Kontrolle geratene Systeme und alternative Formen des Handelns.
Kurz-Bio
Marina Valls, Ana Martín Annsofie Jonsson + Håkan Jonsson, aka HUGSTEN, Camille Moreno, Monika Berstis, Saioa Arellano, Aaron Jack, Jessica Dahlheim, Tahian Bhering, Lisa Gratzke, & Janin Walter
Marina Valls: lebt und arbeitet auf Teneriffa
Ana Martín: lebt und arbeitet auf Teneriffa
Annsofie Jonsson: lebt und arbeitet in Berlin
Håkan Jonsson: lebt und arbeitet in Berlin
Camille Moreno: lebt und arbeitet in Berlin
Monika Berstis: lebt und arbeitet auf Teneriffa
Saioa Arellano: lebt und arbeitet auf Teneriffa
Aaron Jack: lebt und arbeitet in Berlin
Jessica Dahlheim: lebt und arbeitet in Gothenburg
Tahian Bhering: lebt und arbeitet in Berlin
Lisa Gratzke: lebt und arbeitet in Berlin
Janin Walter: lebt und arbeitet in Berlin
Ana Martín: lebt und arbeitet auf Teneriffa
Annsofie Jonsson: lebt und arbeitet in Berlin
Håkan Jonsson: lebt und arbeitet in Berlin
Camille Moreno: lebt und arbeitet in Berlin
Monika Berstis: lebt und arbeitet auf Teneriffa
Saioa Arellano: lebt und arbeitet auf Teneriffa
Aaron Jack: lebt und arbeitet in Berlin
Jessica Dahlheim: lebt und arbeitet in Gothenburg
Tahian Bhering: lebt und arbeitet in Berlin
Lisa Gratzke: lebt und arbeitet in Berlin
Janin Walter: lebt und arbeitet in Berlin