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Hörbar

Yedam Ann

Barrierefreier Zugang
Fr., 28.06. 19:00–22:00 Uhr Sa., 29.06. 14:00–22:00 Uhr So., 30.06. 14:00–19:00 Uhr
Manche Worte werden fast unhörbar gesprochen, als würde sich der Mund nicht bewegen. Auch wenn die Worte nicht direkt vor jemandem gesprochen werden, erreichen sie ihn dennoch. Es ist einfacher, die Ohren zu verstopfen, aber die Geräusche, die sie bereits gehört haben, bleiben in ihrem Körper. Der Sprecher kann sich einfach der Schuld entziehen und sich verteidigen, dass er oder sie keine Tücke hatte oder nicht wusste, dass es falsch war.

Bei Diskriminierung geht es nicht nur darum, jemandem ins Gesicht zu schlagen, weniger auszulohnen, „Ching chang chong“ zu sagen, Schlitzauge zu machen und ihn zu verspotten. Manche Aggressionen schleichen sich ruhig, mit einem Lächeln verkleidet.

Die Künstlerin, die als Barkeeper arbeitete, lernte in der Bar die unterschiedlichsten Menschen kennen. Sie führte viele Gespräche und hörte viele Gerede. Gleichzeitig war sie extrem verfremdet und leicht messbar. Die Künstlerin hat die verstreuten Worte gesammelt.

„Hörbar“ lädt das Publikum an die Bar ein, umgeben von den Geschichten, die die Künstlerin als an der Bar stehendes Objekt erlebt hat. Freundliche, nicht aggressive und diskriminierende Wörter in verschiedenen Sprachen sind hörbar, aber nicht hörenswert. Während der Performance, die täglich stattfindet, können die Zuschauer von der Künstlerin gestaltete Getränke bestellen und sich frei unterhalten. In der Arbeitsszene verkörpert das Publikum einen Sprecher oder Zuhörer.

Kurz-Bio

Yedam Ann

Yedam Ann lebt und arbeitet in Berlin. Sie erforscht die Essentialisierung von Raum und Menschen anhand der Beobachtung von Stadterlebnissen. Ihre aktuelle künstlerische Forschung befasst sich mit dem urbanen Leben und der damit erweiterten digitalen Umgebung. Sie erforscht neue Lebensformen, die durch die Entwicklung von Telekommunikations- und Transporttechnologien entstanden sind, wie das Prekariat, die Humanisierung von Maschinen, die Mechanisierung des Menschen und die digitale Diaspora. Anstatt die technologiebasierte Infrastruktur zu fürchten und einen Rückzug für die Verteidigung zu suchen, sucht sie nach einem Verlauf, um voranzukommen, und nach Wegen, die Diskriminierung durch die Technologie abzubauen. Ihre Interessen werden in Video, Rauminstallation und Performance umgesetzt.

Ort

Am Südhaus
12053 Berlin
Deutschland

Vollgutergemeinschaftsgarten

Kontakt

015736818198

Barrierefreiheit

Barrierefreier Zugang
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