- Interdisziplinäre Projekte
Not even with a flower
Maria Silvano
Fr., 03.07. 19:00 - 23:00 Uhr
Sa., 04.07. 12:00 - 23:00 Uhr
So., 05.07. 11:00 - 19:00 Uhr
Heute leben wir in einer Welt, in der die Grenze zwischen realer und virtueller Dimension nahezu verschwunden ist. Statistiken aus westlichen Ländern zeigen, dass die nicht einvernehmliche Online-Verbreitung sexuell expliziten Materials zunehmend verbreitet ist. Technologievermittelte Gewalt begünstigt missbräuchliches und antisoziales Verhalten. Das Versenden unerwünschter intimer Bilder ist eine der vielen Erscheinungsformen geschlechtsspezifischer Gewalt im digitalen Raum.
„Not even with a flower“ ist eine Sammlung von Dickpics, auf die ich von Hand Blumensträuße gestickt habe. Die Fotografien wurden mir von FLINTA-Personen zur Verfügung gestellt, die sie ohne ihr Einverständnis erhalten haben. Jedes Bild trägt den Beruf des Belästigers und macht deutlich, dass Missbrauch von jedem ausgehen kann – auch von gesellschaftlich angesehenen Personen.
Jede Fotografie wird von einer botanischen Beschreibung einer Blume des Straußes sowie von einem kurzen anonymen Zitat der teilnehmenden Person begleitet. Neben der Vorderseite wird auch die Rückseite der bestickten Fotografie gezeigt, um die verborgenen und stillen Spuren sichtbar zu machen, die Missbrauch in Geist und Körper der Betroffenen hinterlässt.
Das Projekt verfolgt das Ziel, Belästigung in einen Akt der Aneignung und des Widerstands zu verwandeln. Die fortlaufende Arbeit besteht aus handbestickten Fotografien auf Fotopapier, die mit Stoff bedeckt sind. Die Besucher:innen sind eingeladen, den Stoff selbst anzuheben und so die verborgene Dimension hinter jeder Form von Missbrauch sichtbar zu machen.
„Not even with a flower“ ist eine Sammlung von Dickpics, auf die ich von Hand Blumensträuße gestickt habe. Die Fotografien wurden mir von FLINTA-Personen zur Verfügung gestellt, die sie ohne ihr Einverständnis erhalten haben. Jedes Bild trägt den Beruf des Belästigers und macht deutlich, dass Missbrauch von jedem ausgehen kann – auch von gesellschaftlich angesehenen Personen.
Jede Fotografie wird von einer botanischen Beschreibung einer Blume des Straußes sowie von einem kurzen anonymen Zitat der teilnehmenden Person begleitet. Neben der Vorderseite wird auch die Rückseite der bestickten Fotografie gezeigt, um die verborgenen und stillen Spuren sichtbar zu machen, die Missbrauch in Geist und Körper der Betroffenen hinterlässt.
Das Projekt verfolgt das Ziel, Belästigung in einen Akt der Aneignung und des Widerstands zu verwandeln. Die fortlaufende Arbeit besteht aus handbestickten Fotografien auf Fotopapier, die mit Stoff bedeckt sind. Die Besucher:innen sind eingeladen, den Stoff selbst anzuheben und so die verborgene Dimension hinter jeder Form von Missbrauch sichtbar zu machen.
Kurz-Bio
Maria Silvano
Maria Silvano ist eine Künstlerin, deren fotografische Praxis aus der Verbindung von anthropologischem Blick und visueller Forschung entsteht. Durch Porträt und fotografische Erzählung erforscht sie Identität, Geschlecht und kulturelle Zugehörigkeit. In den letzten Jahren hat sie ihre Arbeit um Stickerei und textile Interventionen erweitert, die integraler Bestandteil der Bilder werden und Ebenen von Bedeutung und Erinnerung schaffen.
Im Zentrum ihrer Recherche stehen geschlechterspezifische Themen, erzählt in dichten, vielschichtigen Narrationen. Sie arbeitete mit internationalen Festivals wie Stazione di Topolò, Transmediale und Disruption Network Lab und stellte europaweit aus, u. a. am Royal Anthropological Institute London und in Barcelona, Berlin und Mailand und Venedig.
Im Zentrum ihrer Recherche stehen geschlechterspezifische Themen, erzählt in dichten, vielschichtigen Narrationen. Sie arbeitete mit internationalen Festivals wie Stazione di Topolò, Transmediale und Disruption Network Lab und stellte europaweit aus, u. a. am Royal Anthropological Institute London und in Barcelona, Berlin und Mailand und Venedig.