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Schmuckkästchen mit den Geheimnissen der Stadt

Stefano Loiacono, Camila Piana, Josephine Riemann, Sarah Schultz, Jingwen Yao

Barrierefreier Zugang
Fr., 28.06. 19:00–22:00 Uhr Sa., 29.06. 10:00–22:00 Uhr So., 30.06. 10:00–19:00 Uhr
Wie ein geschliffener Diamant spiegelt die urbane Stille die vielschichtigen Realitäten des Stadtlebens wider und erinnert an existenzielle Dilemmas von Sinn, Freiheit und Einsamkeit. Dies erinnert an Sartres Konzept der individuellen Verantwortung des Einzelnen in der Weite des Daseins. In dieser kunstvollen Schatulle tanzt die Zeit anmutig und qualvoll zugleich und enthüllt Schätze vergessener Katastrophen, ausgelöschter Gemeinschaften, Traditionen verloren im Sand der Zeit, ungelöster Verbrechen und Rätseln und geflüsterten Schrecken aus alten und neuen Epochen. Wenn man tiefer geht, kommt der leuchtende Glanz persönlicher Geschichten zum Vorschein. In jedem Herzschlag, in jedem Schatten, schimmern Geschichten – in Flüstern gehüllte Träume, einsame Kämpfe, Momente stiller Reflexion, jede Erzählung eine existenzielle Reise der persönlichen Bedeutung und Konfrontation mit dem eigenen Wesen.
Diese intimen Erzählungen, die wie zarte Ketten aneinandergereiht sind, verleihen der Stadt mehr als nur Struktur – sie hauchen ihr Leben, Geist und Seele ein. Und wenn sich diese Juwelen vereinen, formen sie eine strahlende und tiefgründige gesellschaftliche Erzählung. Hier ist der postmoderne Puls spürbar. Die Stadt in ihrer ausufernden Komplexität, bietet keine monolithische Wahrheit. Unter der belebten Fassade der Stadt, in den ruhigeren Ecken, gedeihen pulsierende Subkulturen und Gemeinschaften, oft unsichtbar. Dieser kollektive, dezentralisierte Herzschlag der Stadt hallt kraftvoll, wenn auch oft gedämpft, und wird zu einem Zeugnis sowohl der Einheit als auch der Vielfältigkeit des städtischen Lebens. Er bevorzugt die fragmentierten Geschichten, dezentralisierte Stimmen und unterlaufene Normen, die allesamt die traditionellen großen Erzählungen in Frage stellen - eine Stadtlandschaft, in der Derridas Konzept der 2“Differänz” (Différance) anklingt, in der die Bedeutung ständig gestundet, verschoben und
neu interpretiert wird. In der Stille sind Schätze für alle zu finden.

Kurz-Bio

Stefano Loiacono, Camila Piana, Josephine Riemann, Sarah Schultz, Jingwen Yao

2chairs artspace, ein gemeinnütziges Projekt, das im Mai 2020 in Berlin gegründet wurde, konzentriert sich auf die Einbeziehung von aufstrebenden Künstler/innen in die Kunstwelt, die in einer anderen Karriere erfolgreich waren, bevor sie sich der künstlerischen Praxis verschrieben haben. Das Projekt strebt danach, Sichtbarkeit zu erlangen und ein unterstützendes Umfeld für die Entwicklung von 2chairs-Künstler/innen zu schaffen, um sie zu ermutigen, ihre vielfältigen Geschichten zu erzählen, die Menschen auf der ganzen Welt inspirieren, ihrer Leidenschaft zu folgen. Das multikulturelle Projektteam, bestehend aus in Berlin lebenden Künstler/innen mit unterschiedlichen nationalen und beruflichen Hintergründen, beteiligt sich an wichtigen Berliner Veranstaltungen.

Ort

Lenaustrasse 5
12047 Berlin
Deutschland

Lenaustraße Festival / DirectNetworkStudio

Barrierefreiheit

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