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The cities I wear

Daphne Rüde, Luna Weis, Stephanie Rüde

Fr., 28.06. 19:00–23:59 Uhr Sa., 29.06. 10:00–19:00 Uhr So., 30.06. 10:00–19:00 Uhr
“It is only in becoming aware of the invisible boundaries of the city that we can challenge them.[...]We claim our right to disturb the peace, to observe (or not observe), to occupy (or not occupy) and to organise (or disorganised) space on our own terms.” (Elkin, 2016: 288)
Als Reaktion auf die widersprüchliche Frage der Stille im urbanen Raum, reflektieren Daphne Rüde, Stephanie Rüde und Luna Weis durch eine feministische - queere Perspektive die Rolle von Stille und urbanen Sound durch ihre körperlichen, multisensorischen Erfahrungen der Stadt. Die drei Künstlerinnen interpretieren Raum und Klang und selbst Stille als nicht neutral, sondern verstehen diese als verbunden mit unterschiedlichen Bedeutungsebenen, wie Gefühlen, Barrieren und Vorurteilen oder Zuständen der Freiheit und des Glückes. Stille im urbanen Raum kann als friedvolles, bestärkendes Gefühl wirken, ähnlich wie ein Schutzraum. Gleichzeitig ist urbane Stille häufig beängstigend und impliziert Gefahr sowie ein Gefühl von Bloßgestelltheit. Urbane Klänge hingegen können verwirren oder gar stören, aber auch der Ausdruck einer lebendigen Stadt sein, eine Möglichkeit, sich in die Menge zu mischen, anonym zu bleiben, sich frei zu bewegen.
In der Ausstellung nutzen die drei Künstlerinnen verschiedene Medienformen wie Fotografie, Sticken und Klanginstallation, um ihre Geschichten, Gedanken und unterschiedlichen Perspektiven zum Thema urbane Stille zu erzählen. Ihre Werke zielen darauf ab, Raum für die Repräsentation von FLINTA-Stimmen und -Erfahrungen zu schaffen, die die politisch und kulturell vielschichtige Thematik des städtischen Klangraums kritisch hinterfragen und herausfordern.

Die Ausstellung “The cities I wear" ist ein kollektiver Aufruf zur Wahrnehmung unserer selbst in den zugleich stillen und lauten Städten, in denen wir leben, gehen, zuhören und uns bewegen.

In Kooperation mit der Eventfabrik der S27 Bildungsmanufaktur" ist. Die Eventfabrik der S27 Bildungsmanufaktur wird gefördert durch: Senat

Kurz-Bio

Daphne Rüde, Luna Weis, Stephanie Rüde

Daphne Rüde (sie/ihr) ist freiberufliche Kuratorin und Kulturdenkerin. Der Schwerpunkt ihrer Arbeiten ist die Auseinandersetzung mit normativen , insbesondere heteronormativen Strukturen. Als Künstlerin stellte sie ihre Fotografien in der Ausstellung “We must pool our memos” im Rahmen des Ortstermin Festivals (2023) in Moabit, Berlin aus.
Stefanie Rüde (sie/ihr) ist eine unabhängige Multimedia-Künstlerin. Sie spezialisiert sich auf Holzarbeiten, Fotografie und Installationen.
Luna Weis (sie/ihr) setzt sich in ihren Werken kritisch mit sozialen Rollenmodellen und den Implikationen von Weiblichkeit auseinander. Ihre Ausdrucksmittel sind Tanz, Fotografie, Poesie und die kuratorische Arbeit. Als zeitgenössische Tänzerin tourte siedurch Europa mit dem Stück “Unkraut”choreografiert von D. Uhlich

Ort

Ziegrastraße 1

12057 Berlin
Deutschland

Falscher Fisch
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