Direkt zum Inhalt
  • Aktionskunst
  • Bildende Kunst

The Stillness Spectrum: A Fusion of Art and Dance in the Park

Sophia Frese, Anouk van der Voet, Jenny Helene Wübbe

Barrierefreier Zugang
Fr., 28.06. 19:00 – So., 30.06. 19:00
Betritt man den Körnerpark, ist man überrascht, im geschäftigen Neukölln eine solche Enklave der Ruhe vorzufinden. Die Treppen hinabsteigend geht man wie durch eine Pforte in ein grünes Tal, das unterhalb der städtischen Lärmgipfel liegt. 1907 wurde die ehemalige Kiesgrube in einen Park verwandelt. Bei den Bauarbeiten fand man die Überreste eines Kriegers und seines Pferdes aus dem 7. Jahrhundert. Durch den Lärm der Flugschneise des Flughafens Tempelhof wurde der Park zu einem verwahrlosten Ort, der erst mit der endgültigen Einstellung des Flugverkehrs 2008 wieder belebt wurde. Die historischen Sedimente sind stille Geschichten, die den heutigen Ort unterschreiben und als Echos mitschwingen. Heute ist dort eine rechteckige Wiese, gesäumt von Bäumen und Wassergräben und flankiert von einer Orangerie und einem Brunnen. Spiegelbildlich zur Orangerie hängt eine zehn Meter breite Leinwand über der Wiese, die das Zusammenspiel von Licht, Grün, Wasser und Himmel aufgreift. Als Altar der Stille geht die Leinwand farblich in ihre Umwelt über, statt sie als Fremdkörper zu durchbrechen. Camouflage als visuelle Übersetzung von Stille. Die hängende Leinwand interagiert mit den Elementen, fließend, statt fest aufgespannt. Das abstrakte Großformat verkörpert die Idee der Stille als meditativen Flow zwischen Umwelt und Mensch, eine Insel im asphaltierten Stadtraum. Um das immersive Erlebnis zu verstärken laden zwei Tänzerinnen ein, ihnen bei einem Tauchgang in die Umwelt-Klanglandschaft zuzuschauen. Sie spiegeln den Geist des Kunstwerks wieder, das urbane Stille als meditativen Ausnahmezustand versteht, als Übergehen in die Umwelt und Mitschwingen mit der menschengemachten und natürlichen Klangkulisse. Natur und Kunst im Stadtraum werden als Zufluchtsorte der Ruhe in diesem interdisziplinären Zusammenspiel sinnlich und geistig erfahrbar. Performances sind am 29.6. und 30.6. um 15:00 und 17:00 Uhr. Die Installation ist für die Dauer des Festivals.

Kurz-Bio

Sophia Frese, Anouk van der Voet, Jenny Helene Wübbe

Sophia Frese ist eine Berliner Künstlerin, die von den Geisteswissenschaften in die Kunst gewechselt hat. Ihre großen Abstrakte sind Psychographien, die Farbe und Licht als Akteure auf einer atmosphärischen Bühne nutzen. Ihr Werk greift ihr Werk literarische und musikalische Einflüsse auf und erkundet das Zwischenraum von Kognition und Intuition, Struktur und Chaos, Figuration und Abstraktion. Mit unterschiedlichen Hintergründen aus dem Bereich der darstellenden Künste, lernten sich Jenny Helene Wübbe & Anouk van der Voet (Hamburg, DE/Amsterdam, NL) vor einigen Jahren über ihre gemeinsame Leidenschaft für Bewegung und Tanz in Berlin kennen. Seither verbindet sie eine tiefe Freundschaft wie gemeinsame kreative Zusammenarbeiten. Hauptsächlich in der freien Tanz- und Theaterszene Berlins akti

Ort

Schierker Straße 8
12051 Berlin
Deutschland

Körnerpark

Barrierefreiheit

Barrierefreier Zugang
Die nächsten 9 Veranstaltungen