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Urban Column

Maxime GIRARDIN

Fr., 28.06. 19:00 – So., 30.06. 19:00
Meine Arbeit beschäftigt sich damit, ein gewöhnliches städtisches Objekt unter einem klanglichen Ansatz neu zu herangehen, indem die Musikalität jedes Objekts offenbart wird. Diese Arbeit verknüpft den identitären Klang des städtischen Objekts mit seiner fotografischen Darstellung.

Ich betrachte den städtischen Raum als komplex, mit Knotenpunkten vielfältiger Wege, wo plötzliche Eingriffe, motorisierte Eruptionen und Horizontbehinderungen parasitär wirken.

Ich finde eine Art Zuflucht, indem ich Signalpfosten, Barrieren oder andere städtische Möbel entlang meines Weges durch "Schläge" instrumentalisiere. Der Klang, der durch das manuelle Schlagen dieser hohlen Vertikalitäten erzeugt wird, offenbart sie als klangliche Totems, vertikale Gongs, Markierungen des Friedlichen, die mit der erstickenden Komplexität des Städtischen konkurrieren.

Diese klanglichen Objekte geben mir dann einen klanglichen Horizont vor, ähnlich wie die heiligen musikalischen Säulen in einigen indischen Tempeln (Hampi, Vitthala ...) oder die spirituellen und meditativen Klänge, die mit Gongs oder Glocken verbunden sind.

Diese klangliche Einfachheit entfaltet ihre volle Wirkung und poetische Dimension in dieser verwirrenden und reichhaltigen Umgebung.

Die Fotoabzüge werden nach der im mittleren 19. Jahrhundert datierenden Salz-Albuminpapiertechnik hergestellt. Durch seine originelle und rudimentäre Beschaffenheit spiegelt er genau meinen Ansatz der Neubewertung des gewöhnlichen Objekts wider, indem er eine klangliche Wiederentdeckung des gewohnten Objekts mit einer der frühesten fotografischen Techniken verbindet.

Kurz-Bio

Maxime GIRARDIN

Nach meinem Studium der Fotografie in Paris entdeckte ich ein echtes Interesse an alternativen Verfahren und an der plastischen Auffassung des fotografischen Bildes.

Ich bewege mich am Rande der "akademischen" fotografischen Praxis und verwende verschiedene Medien mit dem Ziel, die Evidenz, den Gegenstand des Gewöhnlichen neu zu würdigen.

Diese rückwärtsgewandte Haltung treibt mein Interesse für das Langsame, das Stille oder das Obskure an, das an manchen Orten fortbesteht. Ich bemühe mich, diese Ecken der Kontemplation, diese Risse, diese Zufluchtsorte, die für das Gleichgewicht des Seins und die Verbesserung unseres Zustands unerlässlich sind, aufzuspüren.

Ort

Boppstrasse 7
10967 Berlin
Deutschland

Vingot

Kontakt

015156180989
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