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  • Installation

Weaving Black Nests Under The Skin

Lena Becerra

Barrierefreier Zugang Barrierefreie Toilette
Fr., 03.07. 19:00 - So., 05.07. 19:00
Schwarze Nester unter der Haut weben ist eine philosophische Auseinandersetzung mit Zwischenwesen, arthropodenähnlichen Organismen und ihren embryonalen Fluktuationen. In der Verbindung von wissenschaftlicher Recherche und Hybridisierung untersucht Becerra Übergangszustände zwischen Gestation und Verfall.

Die Arbeit hinterfragt die Illusion der Getrenntheit und begreift Zyklizität als grundlegende Bedingung des Lebens. In der Natur zeigt sich diese sowohl in der Entstehung von Organismen als auch in den Prozessen der Verwesung.

Die Installation entfaltet sich als schwebendes Netzwerk prothetischer Wesen aus geblasenem Glas, Stahl, organischen Resten, Silikonmembranen, Motoren, Fäden, Harz und pigmentierten Flüssigkeiten. Arthropodale und gefäßartige Formen entstehen: skelettartige Strukturen, verflochten mit weichen Membranen und fadenartigen Leitungen, die Flüssigkeit durch transluzente Körper zirkulieren lassen.

Eingeschlossene Materiefragmente – im Harz fixiert oder in Flüssigkeit suspendiert – verweisen auf Leben im Leben, in dem Überreste fortbestehen und sich in neuen materiellen Konfigurationen transformieren. Diese hybriden Entitäten pulsieren und verkörpern zugleich Verfall und Erneuerung. Ihre porösen Anatomien evozieren eine Choreografie der Transformation, in der sich die Grenzen zwischen Organismus und Maschine, Materie und Erinnerung auflösen.

Becerra versteht Gestation und Zersetzung nicht als Gegensätze, sondern als komplementäre Kräfte eines Kontinuums. Die schwebenden prothetischen Wesen verwischen die Grenze zwischen biologischer Notwendigkeit und spekulativem Potenzial und schlagen alternative, zyklische Existenzformen jenseits linearer Narrative von Leben, Fortschritt und Tod vor.

Kurz-Bio

Lena Becerra

Lena Becerra (AR/IT) ist eine Künstlerin und Forscherin, die medienübergreifend arbeitet. Ihre chirurgisch arrangierten Ökosysteme regen zum Nachdenken über alternative soziale Gefüge in der Entstehung an, in denen sich das Unheimliche und das Erhabene als Teil eines zyklischen Rufs nach Wiedergeburt verbinden.

Ihre Arbeit untersucht poröse Grenzen zwischen Körper und Maschine, Natur und Künstlichkeit. Prothesen fungieren als symbiotische Erweiterungen, die gegenseitige Abhängigkeit und nicht-menschliche Verwandtschaft verkörpern. Ausgehend von Migrationserfahrungen geprägt von geografischer und emotionaler Entwurzelung, greift ihre Forschung posthumanistische und xenofeministische Konzepte auf, um feuchte, hybride Ökosysteme in der Entstehung zu entwickeln.

Ort

Karl-Marx-Straße 95
12043 Berlin
Deutschland

CANK

Kontakt

+49 30 549 823 28

Barrierefreiheit

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