- Bildende Kunst
- Fotografie
- Kunst im öffentlichen Raum
500 Meter
Vanessa Schmid
Fr., 03.07. 19:00 - 22:30 Uhr
Sa., 04.07. 15:00 - 21:00 Uhr
So., 05.07. 14:00 - 19:00 Uhr
500 Meter ist Teil der künstlerischen Projektlinie Kartographie einer Existenz. Die fotografische Installation, ergänzt durch Textfragmente, untersucht Körper im Zustand struktureller Unsichtbarkeit vor Diagnose, vor Sprache und vor gesellschaftlicher Lesbarkeit.
Ausgangspunkt ist die Erfahrung unsichtbarer Behinderung. Vor einer Diagnose fehlt gesellschaftliche Lesbarkeit ebenso wie strukturelle Vertretung.
Die Arbeiten sind analoge Selbstporträts auf 35mm Film. Unschärfen, Ausfälle und materielle Überlagerungen sind keine ästhetischen Effekte, sondern Entsprechungen eines Körpers, dessen Kontrolle nie vollständig gegeben war. Die Fotografien dokumentieren nicht, sie machen Erfahrung sichtbar.
Der Titel 500 Meter markiert eine Grenze, die im Alltag selten sichtbar ist. Er verweist auf körperliche Reichweiten, die anderen nicht unmittelbar erkennbar sind, und auf die Distanz zwischen Erfahrung und gesellschaftlicher Lesbarkeit. Für das Festival wird diese Distanz in eine räumliche Bewegung durch den Kirchenraum übersetzt. Besucher*innen durchqueren drei Zonen: Unsichtbarkeit, prekäre Teilhabe und eine Diagnose, die Lesbarkeit ermöglicht und zugleich neue Formen des Ausschlusses erzeugt.
Die Wahl einer Kirche als Ausstellungsort ist bewusst getroffen. Der Raum enthält bauliche Barrieren und ist beispielsweise für viele Menschen im Rollstuhl nicht zugänglich. Diese Situation ist Teil der Arbeit und verweist auf ein grundlegendes Spannungsfeld kultureller Räume: Barrierefreiheit bedeutet nicht für alle behinderten Körper dasselbe und entsteht selten von selbst, sondern durch gesellschaftliche Entscheidungen, Verantwortung und Ressourcen.
Damit macht die Installation sichtbar, dass Barrieren nicht nur baulich entstehen, sondern auch durch gesellschaftliche Strukturen und Erwartungen.
Begleitend ist ein offenes Gesprächsformat (in deutscher Sprache) geplant, das künstlerische, soziale und institutionelle Perspektiven auf Zugang zu Kunst und Kultur zusammenbringt.
Ausgangspunkt ist die Erfahrung unsichtbarer Behinderung. Vor einer Diagnose fehlt gesellschaftliche Lesbarkeit ebenso wie strukturelle Vertretung.
Die Arbeiten sind analoge Selbstporträts auf 35mm Film. Unschärfen, Ausfälle und materielle Überlagerungen sind keine ästhetischen Effekte, sondern Entsprechungen eines Körpers, dessen Kontrolle nie vollständig gegeben war. Die Fotografien dokumentieren nicht, sie machen Erfahrung sichtbar.
Der Titel 500 Meter markiert eine Grenze, die im Alltag selten sichtbar ist. Er verweist auf körperliche Reichweiten, die anderen nicht unmittelbar erkennbar sind, und auf die Distanz zwischen Erfahrung und gesellschaftlicher Lesbarkeit. Für das Festival wird diese Distanz in eine räumliche Bewegung durch den Kirchenraum übersetzt. Besucher*innen durchqueren drei Zonen: Unsichtbarkeit, prekäre Teilhabe und eine Diagnose, die Lesbarkeit ermöglicht und zugleich neue Formen des Ausschlusses erzeugt.
Die Wahl einer Kirche als Ausstellungsort ist bewusst getroffen. Der Raum enthält bauliche Barrieren und ist beispielsweise für viele Menschen im Rollstuhl nicht zugänglich. Diese Situation ist Teil der Arbeit und verweist auf ein grundlegendes Spannungsfeld kultureller Räume: Barrierefreiheit bedeutet nicht für alle behinderten Körper dasselbe und entsteht selten von selbst, sondern durch gesellschaftliche Entscheidungen, Verantwortung und Ressourcen.
Damit macht die Installation sichtbar, dass Barrieren nicht nur baulich entstehen, sondern auch durch gesellschaftliche Strukturen und Erwartungen.
Begleitend ist ein offenes Gesprächsformat (in deutscher Sprache) geplant, das künstlerische, soziale und institutionelle Perspektiven auf Zugang zu Kunst und Kultur zusammenbringt.
Kurz-Bio
Vanessa Schmid
Vanessa Schmid (1995) lebt und arbeitet in Berlin. Sie ist Künstlerin mit hybrider Praxis an der Schnittstelle von Bild und Text. In analogen Selbstporträts, fotografischen Installationen und textbasierten Formaten untersucht sie Körper als Ort von Erfahrung und Wissen und deren gesellschaftliche Lesbarkeit.
Ihre Fotografien entstehen häufig mit abgelaufenen 35mm Filmen und bewusst eingesetzter Unkontrollierbarkeit. Unschärfen, Ausfälle und materielle Überlagerungen werden zu formalen Mitteln, um Zustände von Unsichtbarkeit, Krankheit und Nichtlinearität sichtbar zu machen.
Ihre Arbeiten sind Teil der fortlaufenden künstlerischen Projektlinie Kartographie einer Existenz.
Ihre Fotografien entstehen häufig mit abgelaufenen 35mm Filmen und bewusst eingesetzter Unkontrollierbarkeit. Unschärfen, Ausfälle und materielle Überlagerungen werden zu formalen Mitteln, um Zustände von Unsichtbarkeit, Krankheit und Nichtlinearität sichtbar zu machen.
Ihre Arbeiten sind Teil der fortlaufenden künstlerischen Projektlinie Kartographie einer Existenz.