- Fotografie
Femina Aliena
Adam Ripley
Fr., 03.07. 19:00 - So., 05.07. 19:00
Femina Aliena ist eine fotografische Installation, die als eine Art taxonomische Beobachtung eines Wesens angelegt ist. Der weibliche Körper bleibt als anthropomorphe Form erkennbar und tritt zugleich in einen Zustand visueller Fremdheit ein. Die Arbeit untersucht, wie Wahrnehmung Identität hervorbringt und wie sehr das Sehen selbst darüber entscheidet, ob ein Körper als vertraut, distanziert oder transformiert erscheint.
Die Installation ist auf einer einzigen Wand angeordnet und in zwei zusammenhängende Bildblöcke gegliedert. Der obere Block zeigt eine Serie von Fotografien in ihrer ursprünglichen visuellen Logik. Der darunter platzierte zweite Block präsentiert dasselbe Bildmaterial in einer veränderten chromatischen Progression. Dadurch entsteht eine zweite visuelle Ebene, in der sich nicht das Motiv selbst verändert, sondern die Bedingungen seiner Wahrnehmung.
Die Betrachterin oder der Betrachter bewegt sich vor dieser Wand zwischen zwei Modi des Sehens. Wiedererkennen geht in Irritation über, Nähe in Distanz, körperliche Präsenz in Fläche, Struktur und visuelle Topografie. Farbe erscheint hier als Mittel der Verschiebung, das sichtbar macht, wie instabil Sehgewohnheiten sein können und wie schnell sich Vertrautheit auflöst, sobald sich die Parameter des Blicks verändern.
Durch Wiederholung, Variation und Vergleich entwickelt die Installation eine fast klassifikatorische Ordnung. Identität erscheint nicht als feste Eigenschaft, sondern als etwas, das im Prozess der Wahrnehmung zusammengesetzt wird. Femina aliena eröffnet einen spekulativen Raum, in dem Weiblichkeit zugleich gegenwärtig und entrückt wirkt und in dem die Grenze zwischen innerem und äußerem Bildzustand durchlässig wird.
Die Installation ist auf einer einzigen Wand angeordnet und in zwei zusammenhängende Bildblöcke gegliedert. Der obere Block zeigt eine Serie von Fotografien in ihrer ursprünglichen visuellen Logik. Der darunter platzierte zweite Block präsentiert dasselbe Bildmaterial in einer veränderten chromatischen Progression. Dadurch entsteht eine zweite visuelle Ebene, in der sich nicht das Motiv selbst verändert, sondern die Bedingungen seiner Wahrnehmung.
Die Betrachterin oder der Betrachter bewegt sich vor dieser Wand zwischen zwei Modi des Sehens. Wiedererkennen geht in Irritation über, Nähe in Distanz, körperliche Präsenz in Fläche, Struktur und visuelle Topografie. Farbe erscheint hier als Mittel der Verschiebung, das sichtbar macht, wie instabil Sehgewohnheiten sein können und wie schnell sich Vertrautheit auflöst, sobald sich die Parameter des Blicks verändern.
Durch Wiederholung, Variation und Vergleich entwickelt die Installation eine fast klassifikatorische Ordnung. Identität erscheint nicht als feste Eigenschaft, sondern als etwas, das im Prozess der Wahrnehmung zusammengesetzt wird. Femina aliena eröffnet einen spekulativen Raum, in dem Weiblichkeit zugleich gegenwärtig und entrückt wirkt und in dem die Grenze zwischen innerem und äußerem Bildzustand durchlässig wird.
Kurz-Bio
Adam Ripley
Adam Ripley ist ein Visual/New-Media-Künstler, der Fotografie als Raum innerer Freiheit und langsamen Sehens versteht. Er arbeitet je nach Thema mit analogen und digitalen Prozessen: Film nutzt er für Körperlichkeit, Erinnerung und Verletzlichkeit, digitale Fotografie für Raum, Zufall und neue formale Lösungen. Die Nachbearbeitung bleibt bewusst minimal, um Lichtstruktur und Farbklarheit zu bewahren. Seine Arbeiten wurden u.a. in Kaliningrad sowie international gezeigt (u.a. Mailand; Venedig/London/Rom). Geboren 1975 in Königsberg