- Bildende Kunst
Psychography - STORM
Sophia Frese
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr
Sa., 04.07. 12:00 - 22:00 Uhr
Im Zentrum steht ein großformatiges Gemälde, 200 × 150 cm.
Ein Sturm bewegt sich über die Fläche. Lila und Orange sammeln sich, drücken, schieben sich vor. Entlang einer scharfen vertikalen Linie kollidieren Formen und verschieben sich. Die Linie wirkt wie eine Grenze, doch sie hält nicht. Sie ist eine Schwelle. Ein Ort, an dem sich Kräfte verdichten und aufbrechen.
Die Arbeit begegnet dem Thema OUT SIDE IN als Zustand, nicht als Weg. Keine Bewegung von außen nach innen. Innen und außen sind bereits ineinander verschränkt. Was von außen drängt, steigt aus dem Inneren auf. Die Linie trennt nicht. Sie legt die Spannung eines Feldes offen, das in Bewegung bleibt.
Die Malerei beginnt in der Geste. Kein Abbild des Körpers, sondern der Körper als Kraft. Er drängt ins Terrain, wird Form, löst sich, kehrt zurück. Kein fixer Zustand. Keine stabile Figur. Lila dehnt sich ins Orange, Wärme kippt in Spannung. Die Oberfläche wirkt unmittelbar und unruhig zugleich.
Identität setzt sich hier nicht fest. Kein Inneres, das freigelegt werden muss. Kein Rand, der Sicherheit gibt. Sichtbar wird ein Zustand, geformt durch Druck und Entladung, Bruch und Drift. Die Grenze ist kein Ende. Sie ist ein Ort des Werdens. Eine geladene Zone, in der Gegensätze nicht zur Ruhe kommen.
Das Bild bleibt offen. Der Blick findet keinen Halt. Wahrnehmung bewegt sich mit ihm, über es hinweg, durch es hindurch. Das Bild schließt sich nicht. Es hält sich als lebendiges Terrain. Instabil. Aktiv. Grenzen verschieben sich, lösen sich, kehren wieder.
Die Arbeit begegnet dem Thema OUT SIDE IN als Zustand, nicht als Weg. Keine Bewegung von außen nach innen. Innen und außen sind bereits ineinander verschränkt. Was von außen drängt, steigt aus dem Inneren auf. Die Linie trennt nicht. Sie legt die Spannung eines Feldes offen, das in Bewegung bleibt.
Die Malerei beginnt in der Geste. Kein Abbild des Körpers, sondern der Körper als Kraft. Er drängt ins Terrain, wird Form, löst sich, kehrt zurück. Kein fixer Zustand. Keine stabile Figur. Lila dehnt sich ins Orange, Wärme kippt in Spannung. Die Oberfläche wirkt unmittelbar und unruhig zugleich.
Identität setzt sich hier nicht fest. Kein Inneres, das freigelegt werden muss. Kein Rand, der Sicherheit gibt. Sichtbar wird ein Zustand, geformt durch Druck und Entladung, Bruch und Drift. Die Grenze ist kein Ende. Sie ist ein Ort des Werdens. Eine geladene Zone, in der Gegensätze nicht zur Ruhe kommen.
Das Bild bleibt offen. Der Blick findet keinen Halt. Wahrnehmung bewegt sich mit ihm, über es hinweg, durch es hindurch. Das Bild schließt sich nicht. Es hält sich als lebendiges Terrain. Instabil. Aktiv. Grenzen verschieben sich, lösen sich, kehren wieder.
Kurz-Bio
Sophia Frese
Ich bin eine in Berlin lebende bildende Künstlerin mit dem Schwerpunkt großformatiger abstrakter Malerei. Meine Praxis hat sich zwischen Europa und den USA entwickelt und ist geprägt von einem Hintergrund in Literatur- und Kulturwissenschaft. Ich habe einen PhD in American Literature and Cultural Studies.
Ich habe in Berlin, Leipzig, Mexiko-Stadt und New York ausgestellt, und meine Arbeiten befinden sich in privaten Sammlungen in Europa und den USA. Meine Arbeit entfaltet sich in Werkgruppen wie Psychographies, Thin Realm und Beast, in denen ich Oberflächenspannung, materielle Widerstände und den vorläufigen Charakter von Form untersuche.
Ich bin außerdem Mutter und Feministin. Diese Positionen prägen die Bedingungen meiner Arbeit.
Ich habe in Berlin, Leipzig, Mexiko-Stadt und New York ausgestellt, und meine Arbeiten befinden sich in privaten Sammlungen in Europa und den USA. Meine Arbeit entfaltet sich in Werkgruppen wie Psychographies, Thin Realm und Beast, in denen ich Oberflächenspannung, materielle Widerstände und den vorläufigen Charakter von Form untersuche.
Ich bin außerdem Mutter und Feministin. Diese Positionen prägen die Bedingungen meiner Arbeit.