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Die Gravitation des Vergessens

Niusha Nasim, Shirin Javdani

Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr So., 05.07. 19:00 - 21:00 Uhr Sa., 04.07. 12:14 - 20:00 Uhr
Die Gravitation des Vergessens ist eine immersive Installation und Durational Performance, die das schleichende Vergessen der Heimat nach der Migration thematisiert. In einem kühlen, identitätslosen Raum in Neukölln werden an drei Wände die fragilen, lebensgroßen Umrisse eines iranischen Jugendzimmers projiziert. Die Szenografie von Shirin Javdani nutzt den harten Kontrast zwischen der rohen Materialität des Betons und der flackernden Immaterialität der Projektion, um den Bruch der Identität spürbar zu machen.
Während das projizierte Bild durch digitale Glitches zerfällt – ein Symbol für die einsetzende Amnesie – versucht die Performerin, die Grundrisse ihrer verlorenen Stadt Teheran mit Kreide auf den Berliner Boden zu retten. Es ist ein vergeblicher Kampf des Körpergedächtnisses gegen das Verschwinden der eigenen Geschichte. Das Projekt lädt die Besucher ein, Zeugen eines intimen Auflösungsprozesses zu werden, bei dem die Grenzen zwischen Innen und Außen, Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen.

Kurz-Bio

Niusha Nasim, Shirin Javdani

Konzeptgestaltung & Szenografie: Shirin Javdani
Als Initiatorin und Hauptdesignerin des Projekts liegt ihr Fokus auf der „Architektur der Abwesenheit“. Sie entwirft den physischen und virtuellen Raum als ein psychogeografisches Spannungsfeld. Ihre Arbeit untersucht, wie räumliche Proportionen und visuelle Archive das menschliche Bewusstsein formen.
Performance & Körpergedächtnis: Niusha Nasim
Sie übersetzt das Konzept der räumlichen Dissonanz in eine physische Sprache. Durch ihre Performance wird die abstrakte Idee des Vergessens zu einer greifbaren, körperlichen Erfahrung.
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