- Bildende Kunst
- Interdisziplinäre Projekte
Echoes of Stolen Shadows
Isabel de Andres Velasco
Fr., 03.07. 19:00 - 23:00 Uhr
Sa., 04.07. 10:00 - 23:00 Uhr
So., 05.07. 10:00 - 18:00 Uhr
Warum werden in Städten Bäume gefällt? Und was geschieht mit uns, wenn sie verschwinden?
Dieses Projekt versteht die Stadt als ein Territorium, das von verschiebenden Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart geprägt ist – zwischen dem, was einst existierte, und dem, was später überdeckt oder ausgelöscht wird. Es begann im Juni 2025 als persönliche Recherche zu ungerechtfertigten Baumfällungen im öffentlichen Raum und deren materieller Auslöschung, häufig durch Beton versiegelt.
Am 21. März 2025 wurde in San Cristóbal de Segovia während der Umgestaltung eines Platzes eine 30 Jahre alte Kiefer gefällt – ohne Rücksprache mit der Nachbarschaft. Die offizielle Begründung lautete, ihre Wurzeln könnten den Gehweg anheben. Mit ihrer Entfernung verschwanden Baum und Schatten und veränderten das räumliche Gedächtnis des Ortes.
An diesem Tag wurde mein Vater, Juan Antonio de Andrés, Zeuge der Fällung und veröffentlichte später eine Chronik, in der er den Baum personifizierte und die verlorenen Beziehungen – besonders zu Kindern – beschrieb. Die Lektüre in Berlin machte mir die Trennung zwischen gelebter Vergangenheit und materiell umgeschriebener Gegenwart bewusst.
Am 8. Juni realisierte ich eine Intervention am Ort des verschwundenen Schattens. Vierundvierzig Kartonsilhouetten zeichneten seinen Umriss nach und markierten eine fragile Grenze zwischen dem Gelöschten und dem Erinnerbaren.
Aufbauend darauf untersucht das Projekt, wie Licht Erinnerung tragen kann. Durch projiziertes Licht, gefiltert durch skulpturale Formen, entstehen Silhouetten nicht mehr existierender Schatten. Beim Durchqueren durchlässiger Stoffbahnen erscheinen Grenzen als zeitliche Schwellen, in denen Erinnerung kurzzeitig in der Gegenwart aufscheint.
Dieses Projekt versteht die Stadt als ein Territorium, das von verschiebenden Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart geprägt ist – zwischen dem, was einst existierte, und dem, was später überdeckt oder ausgelöscht wird. Es begann im Juni 2025 als persönliche Recherche zu ungerechtfertigten Baumfällungen im öffentlichen Raum und deren materieller Auslöschung, häufig durch Beton versiegelt.
Am 21. März 2025 wurde in San Cristóbal de Segovia während der Umgestaltung eines Platzes eine 30 Jahre alte Kiefer gefällt – ohne Rücksprache mit der Nachbarschaft. Die offizielle Begründung lautete, ihre Wurzeln könnten den Gehweg anheben. Mit ihrer Entfernung verschwanden Baum und Schatten und veränderten das räumliche Gedächtnis des Ortes.
An diesem Tag wurde mein Vater, Juan Antonio de Andrés, Zeuge der Fällung und veröffentlichte später eine Chronik, in der er den Baum personifizierte und die verlorenen Beziehungen – besonders zu Kindern – beschrieb. Die Lektüre in Berlin machte mir die Trennung zwischen gelebter Vergangenheit und materiell umgeschriebener Gegenwart bewusst.
Am 8. Juni realisierte ich eine Intervention am Ort des verschwundenen Schattens. Vierundvierzig Kartonsilhouetten zeichneten seinen Umriss nach und markierten eine fragile Grenze zwischen dem Gelöschten und dem Erinnerbaren.
Aufbauend darauf untersucht das Projekt, wie Licht Erinnerung tragen kann. Durch projiziertes Licht, gefiltert durch skulpturale Formen, entstehen Silhouetten nicht mehr existierender Schatten. Beim Durchqueren durchlässiger Stoffbahnen erscheinen Grenzen als zeitliche Schwellen, in denen Erinnerung kurzzeitig in der Gegenwart aufscheint.
Kurz-Bio
Isabel de Andres Velasco
Meine künstlerische Praxis basiert auf einer prozessorientierten Auseinandersetzung mit Materialien und der Überzeugung, dass Form dem Verhalten des Materials folgen sollte. Nach einer Ausbildung im Industriedesign in Spanien und einem Masterstudium im Vereinigten Königreich verlagerte ich meine Arbeit zunehmend weg von bildschirmbasierter Produktion hin zu einem händischen Denken und Arbeiten.
Seit 2019 lebe ich in Berlin und verbinde meine künstlerische Praxis mit Tätigkeiten in der Kunstproduktion und im Industriedesign. Im Zentrum meiner Arbeit steht Beton, verstanden nicht als Baumaterial, sondern als flüssiger Stein, mit dem ich Fragen von Erinnerung, Distanz und kollektiven Brüchen untersuche.
Seit 2019 lebe ich in Berlin und verbinde meine künstlerische Praxis mit Tätigkeiten in der Kunstproduktion und im Industriedesign. Im Zentrum meiner Arbeit steht Beton, verstanden nicht als Baumaterial, sondern als flüssiger Stein, mit dem ich Fragen von Erinnerung, Distanz und kollektiven Brüchen untersuche.