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  • Performance

In and Out of the Fishnet

Annmagrit Möller / Anni Knusper

Barrierefreier Zugang Barrierefreie Toilette
Sa., 04.07. 20:00 - 20:30 Uhr
In der Performance In and Out of the Fishnet beschäftigt sich Anni mit queerer Zeitlichkeit, dessen non-linearität und Zwischenräumen. Es ist eine Suche nach Erinnerung, und Wahrheit, wobei die Grenzen von Zeit und Raum verschwimmen.

Während der etwa 20-minütigen Performance bewegt sich Anni zwischen Archiv und Moor, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Gesprochene Texte und Tonaufnahmen überlagern sich rhythmisch und zeitlich und erzeugen ein Geflecht aus Sprache, Erinnerungen und Fragmenten.

Queere Zeitlichkeit ist eine Zeitlichkeit jenseits linearer und normativer Grenzen. In der Mehrheitsgesellschaft wird Zeit häufig an heteronormative Erwartungen, Meilensteinen und Fortschrittsverständnissen gebunden. Queere Zeitlichkeit hinterfragt dieses Zeit- und Fortschrittsverständnis, indem sie alternative Wege und ein neues Zeitverständnis entwirft. Sie eröffnet neue Rhythmen, Rituale und Zukunftsvisionen, die die Komplexität und Kreativität allen Lebens widerspiegeln.

Im Zentrum von Annis Performance stehen Queere Zeitlücken – Zwischenräume oder Portale, in denen Verbindungen zum vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Selbst entstehen können („touch across time“, Carolyn Dinshaw). Jeanette Winterson schrieb in ihrem Buch Sexing the Cherry, dass dei sich für die Löcher im Fischernetz interessiert, nicht für die Fäden. Winterson interessiert sich für die ausgelöschten oder nicht aufgezeichneten Geschichten der Geschichte. Ausgelöschte Wahrheiten lassen sich nicht zurückholen, doch durch Berührungen über Zeit hinweg entstehen Verbindungen. Queere Zeitlücken versteht Anni als Orte von Zuflucht, Erinnerung und Imagination und erforscht, wie solche Zeitlücken zugänglich gemacht werden können.

Kurz-Bio

Annmagrit Möller / Anni Knusper

Möller wurde 1993 in Lübeck geboren und lebt und arbeitet seit zehn Jahren in Berlin. Die Multimedia-Künstler*in studierte am Central Saint Martins College in London und an der Universität der Künste Berlin (UdK), wo dei derzeit das Studium fortsetzt. Möller arbeitet mit Installation, Zeichnung, Performance, Tanz, Text und Sprache.


"Wie leben wir?“, und "was kann Kunst sein?“ – sind zentrale Fragen Möllers künstlerischer Praxis. In den letzten zwei Jahren hat dei einen planetarischen Ansatz zur Beantwortung dieser Fragen entdeckt, der den Planeten als Ganzes betrachtet und den Menschen in seinem Zentrum hinterfragt. Thematisch beschäftigen sich die Arbeiten mit Erinnerung, Zeit, Identitätspolitik, Queerness, Umwelt, Verortung, Kollektivität und das Hinterfragen hierarchischer Strukturen.

Ort

Weserstraße 40
12045 Berlin
Deutschland

Ä Bar

Barrierefreiheit

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