Direkt zum Inhalt
  • Installation

Konträre Realitäten

Hanna Fokken, Laura Korrmann, Julian Dieckert

Fr., 03.07. 19:00 - Sa., 04.07. 00:00 Sa., 04.07. 15:00 - So., 05.07. 00:00 So., 05.07. 15:00 - 19:00 Uhr
Gibt es die eine Wirklichkeit?

Jeder Erfahrungsraum grenzt an unendliche Realitäten, welche, obwohl sie denselben Bezugsrahmen teilen, radikal voneinander abweichen können. Dieselben Räume tragen völlig unterschiedliche Bedeutungen, je nachdem, von welcher zeitlichen und örtlichen Perspektive aus sie betrachtet werden. Ein und derselbe Raum kann Zuflucht und Bedrohung sein; Erinnerung und Verlust; Sehnsuchtsort und Grenze.

Die Ausstellung widmet sich genau dieser Koexistenz konträrer Wirklichkeiten. Sie untersucht exemplarisch wie durch ein kollektives Erinnerungsbewusstsein Resilienz, Widerstand und Gemeinschaft geprägt sind. Wie geht man mit Orten um, deren Bedeutung nicht festgeschrieben ist, sondern sich stetig verschiebt, überlagert und auflöst? Wasser dient hierbei in seiner komplexen und fluiden Form als verbindendes Element der Ausstellung.

Die Arbeiten der beteiligten Künstler*innen machen sichtbar, wie räumliche und politische Grenzen diese Erfahrungswelten voneinander trennen, und wie willkürlich die Verteilung von Sicherheit, Freiheit, Risiko oder Hoffnung letztlich sein kann. Sie regt dazu an, unsere eigene Haltung im Gefüge globaler Lebenswirklichkeiten zu reflektieren und verdeutlicht so auch die privilegierte Situation, in der wir uns befinden.

Kunst kann hier einen wichtigen Zugang eröffnen. Möglichst niedrigschwellig sollen auch schwierige Themen der Ungerechtigkeit einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Die Ausstellung regt dazu an, über die Pluralität von Wirklichkeiten nachzudenken und ihre Vielschichtigkeit auszuhalten. Sie möchte entfernte Realitäten erfahrbar machen, Grenzen durchlässiger werden lassen und Räume der Begegnung schaffen. Sie lädt dazu ein, um einen Ort zu trauern, den man selbst nie verloren hat. Die Komplexität menschlicher Erfahrungen zu begreifen. Aber auch, die Überdauerung und Resilienz wertvoller Gedanken zu schätzen.

Kurz-Bio

Hanna Fokken, Laura Korrmann, Julian Dieckert

Hanna Fokken arbeitet an der Schnittstelle von Handwerk und Kunst. Ihr Hintergrund in Architektur und Tischlerei prägt ihr Interesse an Materialien, Räumen sowie deren sozialen und politischen Bedeutungen. Erfahrungen in Architektur- und Designbüros beeinflussen ihre prozesshafte, räumliche Praxis.
Laura Korrmann verfügt über viele Jahre Erfahrung im kulturellen Sektor, insbesondere in Kunst-, Musik- und Ausstellungszusammenhängen. Tätigkeiten im NGO- und politischen Umfeld schärften ihren Blick für gesellschaftliche und strukturelle Fragen kultureller Arbeit.
Julian Dieckert verbindet seit über zehn Jahren Zeichnung, Malerei und gemeinschaftsorientierte Kulturarbeit. Mit Drink and Draw Berlin initiierte er einen internationalen Ort des Lernens und Austauschs.

Ort

Kienitzer Str. 11
12053 Berlin
Deutschland

Polymedialer Ponyhof

Kontakt

0176 96 92 30 66
Die nächsten 9 Veranstaltungen