- Bildende Kunst
- Installation
- Mediale & Digitale Kunst
realms of misbehavior
Soft Circuits
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr
Sa., 04.07. 10:00 - 22:00 Uhr
So., 05.07. 10:00 - 19:00 Uhr
Unter dem Namen Soft Circuits untersucht das neuroqueere Künstler*innen-Duo Körper, Technologien und Räume als permeable Systeme, die sich gegenseitig beeinflussen, transformieren und normativen Erwartungshaltungen entziehen. In der Installation realms of misbehavior wird die Wahrnehmung des Selbst und des Anderen als eine instabile, nichtlineare und in sich unperfekte Entität sichtbar.
Die Verschränkung digitaler und analoger Medien ermöglicht eine multiperspektivische Verhandlung queerer Realitäten, die Repräsentation, Fehlerhaftigkeit und die Erschaffung von (Nicht-)Räumen in ihrer Rohheit begrüßt. Im Sinne des Glitch Feminism wird das Fehlerhafte nicht als Störung begriffen, sondern als produktive Strategie, die lineare Effizienzlogiken unterbricht. Der Glitch wirkt als metabolischer Moment, als Überlagerung, Störung und Umwandlung von vermeintlichem Input zu Output, der Raum (realm) für Ungehorsam und alternative Wahrnehmungsformen (misbehavior) eröffnet.
Während in "re_boots the house down" ein 3D-gescannter Drag Avatar auf einer Spielzeugkonsole einen Akt der Verweigerung präsentiert und dieser so zur eigentlichen Performance wird, komplementieren die Pappmaché-Skulpturen "Tamacoochie" und "Pussy Pocket" das Konzept der Fehlerhaftigkeit durch ihre Materialität und den ihnen eingeschriebenen Codes. Die dadurch entstehenden Räume werden durch Kabel nicht nur miteinander, sondern auch mit dem Interface "GLAM OS" verbunden, welches sich in einem Zustand der permanenten Störung befindet.
In der Verbindung von Popkultur, technologischem Feedback und materieller Improvisation entstehen hybride Umgebungen, in denen Körper, Daten und Objekte in einen offenen Stoffwechsel treten. Soft Circuits versteht diesen Zustand nicht als Ausnahme, sondern als grundlegendes Prinzip neuroqueerer Existenz: ein stetiges Umwandeln, Zirkulieren und Verlernen normativer Strukturen.
Die Verschränkung digitaler und analoger Medien ermöglicht eine multiperspektivische Verhandlung queerer Realitäten, die Repräsentation, Fehlerhaftigkeit und die Erschaffung von (Nicht-)Räumen in ihrer Rohheit begrüßt. Im Sinne des Glitch Feminism wird das Fehlerhafte nicht als Störung begriffen, sondern als produktive Strategie, die lineare Effizienzlogiken unterbricht. Der Glitch wirkt als metabolischer Moment, als Überlagerung, Störung und Umwandlung von vermeintlichem Input zu Output, der Raum (realm) für Ungehorsam und alternative Wahrnehmungsformen (misbehavior) eröffnet.
Während in "re_boots the house down" ein 3D-gescannter Drag Avatar auf einer Spielzeugkonsole einen Akt der Verweigerung präsentiert und dieser so zur eigentlichen Performance wird, komplementieren die Pappmaché-Skulpturen "Tamacoochie" und "Pussy Pocket" das Konzept der Fehlerhaftigkeit durch ihre Materialität und den ihnen eingeschriebenen Codes. Die dadurch entstehenden Räume werden durch Kabel nicht nur miteinander, sondern auch mit dem Interface "GLAM OS" verbunden, welches sich in einem Zustand der permanenten Störung befindet.
In der Verbindung von Popkultur, technologischem Feedback und materieller Improvisation entstehen hybride Umgebungen, in denen Körper, Daten und Objekte in einen offenen Stoffwechsel treten. Soft Circuits versteht diesen Zustand nicht als Ausnahme, sondern als grundlegendes Prinzip neuroqueerer Existenz: ein stetiges Umwandeln, Zirkulieren und Verlernen normativer Strukturen.
Kurz-Bio
Soft Circuits
Das neuroqueere Künstler*innen-Duo Soft Circuits aus Leipzig beschäftigt sich mit der produktiven Kraft von Fehlern.
Toto Wolsky arbeitet mit Bastelmaterialien, Cuteness, Humor und taktilen Elementen, um Räume multisensorisch zu queeren und affektive Reaktionen hervorzurufen, die sich rationaler Ordnung entziehen. Luki Haak übersetzt queer und neurodivergent (neuroqueer) modellierte Logiken in algorithmische 3D-Prozesse, instabile digitale Körper und fehlerhafte Simulationen, die sich kontinuierlich verändern, regenerieren oder kollabieren.
Toto Wolsky arbeitet mit Bastelmaterialien, Cuteness, Humor und taktilen Elementen, um Räume multisensorisch zu queeren und affektive Reaktionen hervorzurufen, die sich rationaler Ordnung entziehen. Luki Haak übersetzt queer und neurodivergent (neuroqueer) modellierte Logiken in algorithmische 3D-Prozesse, instabile digitale Körper und fehlerhafte Simulationen, die sich kontinuierlich verändern, regenerieren oder kollabieren.