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Remembering Henri Lefebvre
Robert Grünheit/Julian Willming
Fr., 03.07. 19:00 - So., 05.07. 19:00
“Remembering Henri Lefebvre” ist ein Videoinstallation zur Dialektik Rural-Urbaner Zwischenräume und -identitäten. Die Stadt-Land Dichotomie befindet sich durch globale Prozesse wie die Industrialisierung, Globalisierung, De-Industrialisierung oder der Erosion historisch verankerter Traditionen und Institutionen (z.b. die Kernfamilie oder die Kirche), in einem in sich dynamischen, widersprüchlichen und zukunftsoffenen Wechselverhältnis. Neue kulturelle Dynamiken, wie ein ökologisches Bewusstsein städtischer Bewohner, der Konsum digitaler Medien oder die Modernisierung ländlicher Betriebe lässt dabei seit einiger Zeit urban-rurale Zwischenräume entstehen, die wir durch unsere Forschung aufsuchen möchten.
Urban und Rural sehen wir dabei nicht als räumliche Kategorien, sondern als in sich reproduzierte Machtdynamik von Lebensformen. Das Urbane ist vermeintlich kosmopolitisch, aneignend, selbstverwirklichend und adaptiv. Das Rurale dagegen in sich ruhend, beständig und körperlich. Wird das Urbane also über das Rurale triumphieren? Entstehen hybride Lebensformen in Stadt und Land?
Durch die Montage von Interviews, Erinnerungen an die eigene Jugend und Archivmaterial entsteht eine assoziative Betrachtung und Entdeckung rural-urbaner Hybriditäten. Das Künstlerduo ist selbst auf dem Dorf mit der Sehnsucht nach dem Urbanen groß geworden und hat sich dennoch seit der Ankunft in Berlin nie völlig “inside” gefühlt. Biografisch waren für uns die Grenzen von Eitelkeit und Neugier, Demut und Süffisanz immer verschränkt.
Die Videoinstallation befindet sich in einem Bauwagen auf dem ehemaligen Kindl-Gelände.
Urban und Rural sehen wir dabei nicht als räumliche Kategorien, sondern als in sich reproduzierte Machtdynamik von Lebensformen. Das Urbane ist vermeintlich kosmopolitisch, aneignend, selbstverwirklichend und adaptiv. Das Rurale dagegen in sich ruhend, beständig und körperlich. Wird das Urbane also über das Rurale triumphieren? Entstehen hybride Lebensformen in Stadt und Land?
Durch die Montage von Interviews, Erinnerungen an die eigene Jugend und Archivmaterial entsteht eine assoziative Betrachtung und Entdeckung rural-urbaner Hybriditäten. Das Künstlerduo ist selbst auf dem Dorf mit der Sehnsucht nach dem Urbanen groß geworden und hat sich dennoch seit der Ankunft in Berlin nie völlig “inside” gefühlt. Biografisch waren für uns die Grenzen von Eitelkeit und Neugier, Demut und Süffisanz immer verschränkt.
Die Videoinstallation befindet sich in einem Bauwagen auf dem ehemaligen Kindl-Gelände.
Kurz-Bio
Robert Grünheit/Julian Willming
Robert Grünheit (er/ihn) wächst in einer von Hügeln und Feldern umgebenen Einbahnstraße auf. Nach Ausbildung zum Industriemechaniker absolvierte er ein Studium der Visuellen Kommunikation in Köln. Derzeit studiert er Kamera an der Filmarche Berlin, dreht einen Dokumentarfilm über obdachlose Menschen und ist freischaffend als Grafiker, Fotograf und Visual Artist im Zuhause e.V. tätig.
Julian Willming (er/ihn) kommt aus dem Emsland und promoviert an der Leuphana Universität am Institut für Soziologie und Kulturorganisation. Er forscht derzeit vor allem ethnografisch und künstlerisch an sozialen Beziehungen im Spätkapitalismus und wie sie räumlich verhandelt werden.
Julian Willming (er/ihn) kommt aus dem Emsland und promoviert an der Leuphana Universität am Institut für Soziologie und Kulturorganisation. Er forscht derzeit vor allem ethnografisch und künstlerisch an sozialen Beziehungen im Spätkapitalismus und wie sie räumlich verhandelt werden.