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Superposition of the Finite
Svenja Kärcher
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr
Sa., 04.07. 16:00 - 23:30 Uhr
So., 05.07. 16:00 - 19:00 Uhr
Die Bildserie Superposition of the Finite zeigt dichte Ansammlungen von Wespen und anderen Insekten. Ihre individuellen Zustände – tot, lebendig oder im Übergang – lassen sich kaum unterscheiden. Die Körper überlagern sich zu einem abstrakten Bildraum, in dem der Tod präsent ist, ohne eindeutig erkennbar zu werden.
Diese Uneindeutigkeit ist zentral: Endlichkeit erscheint nicht als singuläres Ereignis, sondern als latente Bedingung des Lebendigen – als abstrakte Gewissheit, als das Surreale im Leben selbst. Leben und Tod treten nicht als Gegensätze auf, sondern als sich durchdringende Zustände mit instabilen Grenzen.
Die Materialität verstärkt dieses Spannungsverhältnis. Risse, Luftblasen und überlagerte Ränder destabilisieren die Grenze zwischen Bild und Realität. Sichtbare Spuren des Herstellungsprozesses verweisen auf Fragilität, Zeitlichkeit und Prozesshaftigkeit. Das Bild verbirgt seine Konstruktion nicht, sondern macht sie zum Teil seiner Bedeutung: als etwas Unfertiges, dem Vergehen Ausgesetztes.
Die transparente Folie auf dem Spiegel lässt die Reflexion der Betrachtenden in den Bildraum treten. Subjekt und Objekt überlagern sich, das Bild blickt zurück. Betrachter*innen können sich nicht außerhalb positionieren, sondern werden mit der eigenen Endlichkeit als unausweichlicher Bedingung des Seins konfrontiert.
Die Bilder verweigern formale Glätte und ästhetischen Genuss; stattdessen werden Irritation, Überforderung und produktive Unruhe erzeugt. Schärfe, Farbigkeit und Lesbarkeit verändern sich mit Abstand, Blickwinkel und Licht – Eindeutigkeit stellt sich nicht ein.
In existenzphilosophischer Anlehnung an Albert Camus entsteht eine Situation des Absurden: Der Wunsch nach Sinn trifft auf eine Wirklichkeit, die sich jeder endgültigen Deutung entzieht. Leben und Tod, Sichtbarkeit und Entzug, Subjekt und Objekt bleiben in offener Überlagerung präsent. Das bewusste Aushalten dieser Spannung wird zum zentralen Moment der Arbeit.
Diese Uneindeutigkeit ist zentral: Endlichkeit erscheint nicht als singuläres Ereignis, sondern als latente Bedingung des Lebendigen – als abstrakte Gewissheit, als das Surreale im Leben selbst. Leben und Tod treten nicht als Gegensätze auf, sondern als sich durchdringende Zustände mit instabilen Grenzen.
Die Materialität verstärkt dieses Spannungsverhältnis. Risse, Luftblasen und überlagerte Ränder destabilisieren die Grenze zwischen Bild und Realität. Sichtbare Spuren des Herstellungsprozesses verweisen auf Fragilität, Zeitlichkeit und Prozesshaftigkeit. Das Bild verbirgt seine Konstruktion nicht, sondern macht sie zum Teil seiner Bedeutung: als etwas Unfertiges, dem Vergehen Ausgesetztes.
Die transparente Folie auf dem Spiegel lässt die Reflexion der Betrachtenden in den Bildraum treten. Subjekt und Objekt überlagern sich, das Bild blickt zurück. Betrachter*innen können sich nicht außerhalb positionieren, sondern werden mit der eigenen Endlichkeit als unausweichlicher Bedingung des Seins konfrontiert.
Die Bilder verweigern formale Glätte und ästhetischen Genuss; stattdessen werden Irritation, Überforderung und produktive Unruhe erzeugt. Schärfe, Farbigkeit und Lesbarkeit verändern sich mit Abstand, Blickwinkel und Licht – Eindeutigkeit stellt sich nicht ein.
In existenzphilosophischer Anlehnung an Albert Camus entsteht eine Situation des Absurden: Der Wunsch nach Sinn trifft auf eine Wirklichkeit, die sich jeder endgültigen Deutung entzieht. Leben und Tod, Sichtbarkeit und Entzug, Subjekt und Objekt bleiben in offener Überlagerung präsent. Das bewusste Aushalten dieser Spannung wird zum zentralen Moment der Arbeit.
Kurz-Bio
Svenja Kärcher
Svenja Kärcher, 32 Jahre alt, lebt und arbeitet in Berlin. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst und Philosophie und ist geprägt durch einen akademischen Hintergrund in Philosophie, Psychologie und Neurowissenschaften. Diese theoretische Verankerung bildet die Grundlage für eine konzeptuelle Auseinandersetzung mit Fragen nach dem Selbst, Existenz und dem Leben als schöpferischem Prozess. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Zustände der Ambiguität und Überlagerung, insbesondere dort, wo sich Leben und Tod, Sichtbarkeit und Entzug, Subjekt und Objekt berühren. Während ihres Masterstudiums realisierte sie eine fotografische Ausstellung an der Universidad del Atlántico in Barranquilla, Kolumbien.