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  • Bildende Kunst

Entanglement

Hahm Donghyoup

Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr Sa., 04.07. 10:00 - 22:00 Uhr So., 05.07. 10:00 - 19:00 Uhr
"Entanglement" überträgt eine Serie großformatiger Malereien in den urbanen Raum. Die Arbeiten erscheinen in mehreren Schaufenstern entlang der Karl-Marx-Straße und bilden zusammen einen fragmentierten, aber miteinander verbundenen visuellen Raum. Jedes Schaufenster zeigt einen Teil des Ganzen – eine Szene, ein Detail, eine Andeutung – sodass sich für Betrachter:innen beim Vorbeigehen nach und nach ein Zusammenhang bildet. Passant*innen begegnen den einzelnen Bildern wie Ausschnitten eines größeren Ganzen, als würde sich ein Raum über verschiedene Orte hinweg ausbreiten.
Der Titel “Entanglement” bezieht sich auf das koreanische Wort 얽힘, das den Zustand des Verflochten-Seins beschreibt. Es bezeichnet nicht nur das physische Ineinander von Linien oder Formen, sondern auch emotionale und soziale Verstrickungen – Situationen, in denen Beziehungen, Erinnerungen oder Ereignisse untrennbar miteinander verbunden sind.
Die Arbeiten zeigen ineinander greifende, verschlungene Formen, Übergänge und visuelle Fragmente, die gleichzeitig Nähe und Distanz erzeugen. Durch die Präsentation in Schaufenstern bleiben die Arbeiten für die Betrachtenden stets leicht entfernt: sichtbar, aber nicht vollständig zugänglich. Einige Motive bleiben bewusst fragmentarisch oder entziehen sich einer klaren Perspektive.
So entsteht entlang der Straße eine visuelle Spur aus miteinander verwobenen Bildern. Die Installation spielt mit dieser Distanz und mit dem Wunsch, näher zu kommen, sich einzufügen und Teil des Gefüges zu werden. Es entsteht eine Erfahrung von Nähe und Entfernung, Verbindung und Trennung – eine räumliche Übersetzung von Entanglement.

Kurz-Bio

Hahm Donghyoup

Hahm Donghyoup (*1989, Seoul) ist ein in Berlin lebender Maler, dessen Arbeiten zwischen Figuration und Abstraktion oszillieren. Seine Malerei untersucht vielschichtige Bildräume, in denen Formen, Fragmente und Farben ineinandergreifen. Ausgehend von klassischer Malerei und der Bildsprache grafischer Illustration entstehen subjektive Szenen, die die Grenze zwischen Realität und Vorstellung verwischen. Wiederkehrende Elemente wie verschlungene Linien, fragmentierte Ansichten, wechselnde Perspektiven und flüchtige Nachbilder (Afterimages) thematisieren Zustände von Verbindung und Distanz. Seine Arbeiten reichen von gedämpften, verzerrten Tönen bis zu lebendigen Farbwelten und eröffnen eine zugleich rätselhafte und vielschichtige Auseinandersetzung mit Farbe, Form und Wahrnehmung.

Ort

Karl-Marx-Straße 5, 12043 Berlin
12043 Berlin
Deutschland

Gold's Döner
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