- Fotografie
- Installation
- Workshop
excl
Julius C Schreiner
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr
Sa., 04.07. 10:00 - 22:00 Uhr
So., 05.07. 10:00 - 19:00 Uhr
Der urbane Raum Neuköllns steht exemplarisch für jene Spannung, in der sich viele europäische Großstädte gegenwärtig befinden: Verdichtung, Aufwertung, Verdrängung – begleitet von einer zunehmenden Privatisierung des ehemals Öffentlichen. Weltweit ist ein Anstieg architektonischer Maßnahmen zu beobachten, die Nutzung steuern, Aufenthaltsqualität selektiv zuweisen und marginalisierte Gruppen aus dem Stadtbild drängen. Diese Form räumlicher Gestaltung folgt nicht allein ästhetischen, sondern zunehmend sicherheits- und verwertungspolitischen Logiken. Im Wettbewerb der Städte entsteht so ein homogenisiertes Bild urbaner Lebensqualität: sauber, aufgeräumt, effizient – jedoch fragil, exkludierend, verwaltet.
Die Werkgruppe excl zeigt wie sogenanntes hostile design, defensive architecture oder unpleasant design zunehmend die Gestaltung der Städte beeinflußt: Sitzflächen, die kein Verweilen erlauben; Begrünungen, die trennen; Poller, Kameras, Licht – stille Agenten, die unser Verhalten formen sollen. Die gezeigten Arbeiten entstanden in London, Paris, New York, Berlin und Hamburg – und werden nun erstmals um eine Neuköllner Serie erweitert. Gerade hier wird sichtbar, wie bauliche Interventionen soziale Fragen spiegeln: Wer darf bleiben? Wem gehört die Stadt? Und wie werden einzelne Gruppen von der gesellschaftlichen Teilhabe im vermeintlich öffentlichen Raum ausgeschlossen?
Stadtrundgang: „Wahrnehmung des Raums" – subtile Disziplinierung und feindliche Architektur in Neukölln. Start: Samstag, 04.06. um 20:00 Uhr, Dauer 1 Std., Treffpunkt im Ausstellungsraum
Die Werkgruppe excl zeigt wie sogenanntes hostile design, defensive architecture oder unpleasant design zunehmend die Gestaltung der Städte beeinflußt: Sitzflächen, die kein Verweilen erlauben; Begrünungen, die trennen; Poller, Kameras, Licht – stille Agenten, die unser Verhalten formen sollen. Die gezeigten Arbeiten entstanden in London, Paris, New York, Berlin und Hamburg – und werden nun erstmals um eine Neuköllner Serie erweitert. Gerade hier wird sichtbar, wie bauliche Interventionen soziale Fragen spiegeln: Wer darf bleiben? Wem gehört die Stadt? Und wie werden einzelne Gruppen von der gesellschaftlichen Teilhabe im vermeintlich öffentlichen Raum ausgeschlossen?
Stadtrundgang: „Wahrnehmung des Raums" – subtile Disziplinierung und feindliche Architektur in Neukölln. Start: Samstag, 04.06. um 20:00 Uhr, Dauer 1 Std., Treffpunkt im Ausstellungsraum
Kurz-Bio
Julius C Schreiner
Julius C. Schreiner ist freischaffender Künstler und Fotograf. In seinen Arbeiten untersucht er visuelle Narrative im urbanen Raum, die Wahrnehmung von Geschichte und die Mechanismen von Ausschluss und Sichtbarkeit. Zentrale Themen sind feindliche Architektur, die Privatisierung öffentlicher Räume und soziale Ungleichheit. Seine Auseinandersetzung mit der Geschichte Ostdeutschlands und dem kollektiven postgenerationalen Trauma ist eng mit seiner eigenen Familiengeschichte verbunden und ebenfalls Teil seines Schaffens. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt, u. a. in Großbritannien, Italien und Griechenland, und in Medien wie The Guardian, Die Zeit und Reuters Foundation publiziert.