- Bildende Kunst
Scham und Schuld: Wo das Außen ins Innere spricht
Jeanne Winterer
Fr., 03.07. 19:00 - 21:00 Uhr
Sa., 04.07. 10:00 - 19:00 Uhr
So., 05.07. 10:00 - 19:00 Uhr
Scham und Schuld lassen sich nicht eindeutig verorten. Sie entstehen in einer Grenzschicht zwischen Innen und Außen, in der gesellschaftliche Normen, Machtverhältnisse und persönliche Erfahrung ineinandergreifen. Als Gefühle sind sie ebenso körperlich verankert wie kulturell produziert, geprägt von Blicken, Regeln und Erwartungen.
Scham entsteht im Moment der Sichtbarkeit, wenn das Selbst im Blick der Anderen zur Abweichung wird. Schuld verweist auf Ordnung, Verantwortung und kollektive Narrative. Beide Gefühle sind keine festen Zustände, sondern Prozesse. Das Außen schreibt sich ins Innen ein, während das Innen nach außen wirkt.
Die abstrakte Malerei greift diese Prozesse durch Überlagerung und Verdichtung von Farbe und Form auf. Das Bild fungiert dabei als Grenzraum, in dem Scham und Schuld als Prozesse zwischen Sichtbarkeit und Rückzug verhandelt werden.
Scham entsteht im Moment der Sichtbarkeit, wenn das Selbst im Blick der Anderen zur Abweichung wird. Schuld verweist auf Ordnung, Verantwortung und kollektive Narrative. Beide Gefühle sind keine festen Zustände, sondern Prozesse. Das Außen schreibt sich ins Innen ein, während das Innen nach außen wirkt.
Die abstrakte Malerei greift diese Prozesse durch Überlagerung und Verdichtung von Farbe und Form auf. Das Bild fungiert dabei als Grenzraum, in dem Scham und Schuld als Prozesse zwischen Sichtbarkeit und Rückzug verhandelt werden.
Kurz-Bio
Jeanne Winterer
Jeanne Winterer, geboren in Berlin, Studium der Psychologie in Groningen (NL) & Glasgow (SCO). Derzeit tätig als Psychotherapeutin in Ausbildung und Promovierende (FU Berlin, Charité). Fokus liegt auf der abstrakten Malerei und der Schnittstelle zur Psychologie.