- Bildende Kunst
- Installation
Willkommen am Schleckstrand
Enny Wokna
Fr., 03.07. 19:00 - Sa., 04.07. 00:00
Sa., 04.07. 18:00 - So., 05.07. 00:00
So., 05.07. 18:00 - 19:00 Uhr
„Willkommen am Schleckstrand“ führt dich an eine Küste, die zum Verschlingen einlädt. Die medienübergreifende Installation erschafft eine Fiktion an der Schwelle zwischen Vergnügen, Verlangen, Verdrängung und Verfall.
Ausgangspunkt der Arbeit sind die „Schleckmuscheln“, eine gängige Süßigkeit, die eine gewisse Ironie in sich trägt: Ihr Zuckerkern steckt in Plastiknachbildungen von Herzmuscheln. Mit Muschelschalen verbinden Menschen allgemein Schönheit – obwohl sie Skelette sind, nur eben Exoskelette.
Angelehnt an die Schleckmuscheln zeigt die Installation verschiedene Objekte: So etwa ein mit Zucker glasiertes Möwenskelett, welches in die Logik des Genusses eingegliedert wird; oder eine zuckrig verklebte Venus, die sich aus einer Jakobsmuschel erhebt und damit Botticellis „Geburt der Venus“ zitiert.
Daneben wird eine Acrylmalerei auf Pappe gezeigt. Visuell bedient diese sich der Werbeästhetik, unterläuft sie aber zugleich: Das Motiv, welches einen Sonnenuntergang über dem Meer und einige der Schleckobjekte darstellt, ist angelehnt an das Verpackungsdesign herkömmlicher Schleckmuscheln, aber als handgemaltes Unikat. Dadurch werden Räume für Fantasie und Sehnsüchte eröffnet, die über Konsumlust hinausgehen.
Ergänzt wird die Installation durch eine Fotoserie. In kostümartiger, greller Aufmachung konsumieren erwachsene Personen die Schleckobjekte und entfalten dabei ein Spektrum von Rauschzuständen.
All dem zugrunde liegt das Meer: ein Ort zwischen romantisierter Sehnsucht und zerstörerischer Urgewalt. Am Ende wird die „ozeanische Erfahrung“ am Schleckstrand zu einer totalen Absorption – eine Welt, die verschlungen wird, während das Selbst im Zentrum bleibt.
Ausgangspunkt der Arbeit sind die „Schleckmuscheln“, eine gängige Süßigkeit, die eine gewisse Ironie in sich trägt: Ihr Zuckerkern steckt in Plastiknachbildungen von Herzmuscheln. Mit Muschelschalen verbinden Menschen allgemein Schönheit – obwohl sie Skelette sind, nur eben Exoskelette.
Angelehnt an die Schleckmuscheln zeigt die Installation verschiedene Objekte: So etwa ein mit Zucker glasiertes Möwenskelett, welches in die Logik des Genusses eingegliedert wird; oder eine zuckrig verklebte Venus, die sich aus einer Jakobsmuschel erhebt und damit Botticellis „Geburt der Venus“ zitiert.
Daneben wird eine Acrylmalerei auf Pappe gezeigt. Visuell bedient diese sich der Werbeästhetik, unterläuft sie aber zugleich: Das Motiv, welches einen Sonnenuntergang über dem Meer und einige der Schleckobjekte darstellt, ist angelehnt an das Verpackungsdesign herkömmlicher Schleckmuscheln, aber als handgemaltes Unikat. Dadurch werden Räume für Fantasie und Sehnsüchte eröffnet, die über Konsumlust hinausgehen.
Ergänzt wird die Installation durch eine Fotoserie. In kostümartiger, greller Aufmachung konsumieren erwachsene Personen die Schleckobjekte und entfalten dabei ein Spektrum von Rauschzuständen.
All dem zugrunde liegt das Meer: ein Ort zwischen romantisierter Sehnsucht und zerstörerischer Urgewalt. Am Ende wird die „ozeanische Erfahrung“ am Schleckstrand zu einer totalen Absorption – eine Welt, die verschlungen wird, während das Selbst im Zentrum bleibt.
Kurz-Bio
Enny Wokna
Enny Wokna studierte Kunst mit dem Schwerpunkt zeitbezogene Medien an der HFBK Hamburg sowie Erziehungswissenschaft und Philosophie an der Universität Hamburg. Ihre Praxis bewegt sich zwischen Installation, Objekt, Film und Performance. Dabei arbeitet sie mit einfachen Materialien wie Fundstücken, Pappe, Sand, Zucker, Knochen oder Holz. Ihr Interesse an der Welt findet in der Kunst einen Ort, um Fragen zu stellen, ohne sie auflösen zu müssen. Erfahrungen aus körperlicher Praxis in der Natur und eigener Lehre fließen in ihre Arbeiten ein. Sie erschafft Räume, in denen das Verhältnis von Mensch, Material und Umgebung verhandelt und widersprüchliche Gefühle zugelassen werden.
Enny Wokna lebt und arbeitet in Berlin.
Enny Wokna lebt und arbeitet in Berlin.