- Bildende Kunst
- Film & Video
- Installation
Cache Iterum
Laura Lizama Palacios
Fr., 03.07. 19:00 - So., 05.07. 19:00
Cache Iterum präsentiert ein maschinisiertes Zoetrop, das frühe Animationsapparate mithilfe eines Rings kleiner digitaler Displays neu belebt. Zwölf Bildschirme rotieren um eine zentrale Struktur, wobei jeder ein Fragment einer sich wiederholenden Bildsequenz zeigt. Gemeinsam formen sie einen kontinuierlichen Zyklus bewegter Bilder, der ein Gefühl von stillstehender Zeit und nachwirkender Erinnerung hervorruft. Die Installation greift frühe digitale Ästhetiken sowie Medienbilder der späten 1990er- und frühen 2000er-Jahre auf. In Anlehnung an Mark Fishers Konzept der Hauntologie reflektiert die Arbeit darüber, wie kulturelle Formen der Vergangenheit als ästhetische Oberflächen fortbestehen, gelöst von ihrem ursprünglichen Kontext. Durch Wiederholung und mechanische Bewegung inszeniert Cache Iterum eine Schleife, in der Nostalgie, digitales Gedächtnis und technologische Vermittlung aufeinandertreffen.
Kurz-Bio
Laura Lizama Palacios
Lizama Palacios ist eine deutsch-chilenische Künstlerin, deren Arbeit sich mit kulturellen Narrativen, Erinnerung und visuellen Bildsprachen beschäftigt. Als Tochter chilenischer politischer Geflüchteter interessiert sie sich für kulturelle Symbolik und deren Transformation. In ihrer Praxis verbindet sie historische und analoge Ästhetiken – etwa mittelalterliche Ornamentik oder Reliefstrukturen – mit digitaler Produktion. Dabei werden traditionelle Formen und handwerkliche Produktionsweisen mithilfe digitaler Produktionstechniken aufgegriffen und in einen zeitgenössischen Kontext überführt. Ihre Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen historischer Bildtradition, technologischer Produktion und kultureller Erinnerung.